Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Frauengesundheit im Fokus

Zwei gute gelaunte Frauen nehmen in ihrer Mittagspause gesundes Essen zu sich

Vom Zyklus bis zur Vorsorge

Frauengesundheit umfasst körperliche, psychische und soziale Aspekte. Dabei werden geschlechtsspezifische Unterschiede in der Prävention, Diagnostik und Behandlung berücksichtigt. Zudem treten bestimmte Themen und Erkrankungen besonders oder ausschließlich bei Frauen auf, wie der Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Endometriose oder Wechseljahre. Körper, Hormone und Bedürfnisse ändern sich im Laufe des Lebens und so bringt jede Lebensphase unterschiedliche gesundheitliche Herausforderungen mit sich, aber auch Chancen. Das Wissen über den eigenen Körper unterstützt gesundheitsbewusste Entscheidungen. Aufklärung, Vorsorge und ein bewusster Umgang mit gesundheitlichen Veränderungen leisten deshalb einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit.

In unserem Beitrag beschäftigen wir uns mit den hormonellen Veränderungen und wichtigen Nährstoffen in verschiedenen Lebensphasen. Wir werfen einen Blick auf Verhütungsmethoden, Vorsorgeuntersuchungen und wichtige Gesundheitswerte. Außerdem erfahren Sie mehr zur Menopause und den Wechseljahren als neuen Lebensabschnitt.

Wussten Sie schon, dass...

  • Sie Ihre Brust regelmäßig selbst abtasten können?
  • eine ausgewogene Ernährung und Bewegung bei hormonellen Veränderungen helfen kann?
  • wir Frauen mit verschiedenen Vorsorgeleistungen unterstützen?
Eine Mutter leistet ihrer Tochter in der Pubertät Beistand

Hormone geben den Takt vor

Hormone steuern zahlreiche Prozesse im weiblichen Körper. Hormonelle Veränderungen begleiten Frauen deshalb durch verschiedene Lebensphasen. So sind der Menstruationszyklus, die Schwangerschaft und die Wechseljahre von natürlichen Hormonschwankungen geprägt. Auch innerhalb eines monatlichen Zyklus wechseln sich hormonelle Hoch- und Tiefphasen ab. Eine ausgewogene Ernährung unterstützt dabei viele Körperfunktionen. Wichtig zu wissen ist, dass der Bedarf an einzelnen Nährstoffen sich je nach Lebensphase verändern kann.

Pubertät

Mit der Pubertät beginnen auch die hormonellen Veränderungen. Die körperliche und emotionale Entwicklung wird durch die Hormone beeinflusst und eine ausgewogene Ernährung unterstützt das Wachstum und die Entwicklung.

Wichtige Nährstoffe während der Pubertät:

  • Zink zur Unterstützung des Immunsystems
  • Jod für die Schilddrüsenfunktion und Entwicklung
  • Vitamin B12 und Eisen für die Blutbildung
  • Kalzium und Vitamin D für den Aufbau der Knochen

Pubertät

Mit der Pubertät beginnen auch die hormonellen Veränderungen. Die körperliche und emotionale Entwicklung wird durch die Hormone beeinflusst und eine ausgewogene Ernährung unterstützt das Wachstum und die Entwicklung.

Wichtige Nährstoffe während der Pubertät:

  • Zink zur Unterstützung des Immunsystems
  • Jod für die Schilddrüsenfunktion und Entwicklung
  • Vitamin B12 und Eisen für die Blutbildung
  • Kalzium und Vitamin D für den Aufbau der Knochen

Periode und PMS

Der Menstruationszyklus kann den Nährstoffbedarf beeinflussen. Gleichzeitig können ausgewählte Nährstoffe bei typischen Beschwerden unterstützen.

Wichtige Nährstoffe vor und während der Periode:

  • Eisen zum Ausgleich des Blutverlustes
  • Magnesium bei Krämpfen und Muskelverspannungen
  • Vitamin B6 für die Nervenfunktion und Stimmung
  • Vitamin A zur Unterstützung hormoneller Prozesse
  • Proteine für den Gewebeaufbau und Regeneration

Lebensmittel, die diese Nährstoffe enthalten, sind unter anderem Haferflocken, Hülsenfrüchte, Mandeln, Leinsamen, Kichererbsen, grünes Blattgemüse und Rote Beete.

Ernährungstipps vor und während der Periode:

  • Ballaststoffe unterstützen die Verdauung
  • fermentierte Lebensmittel liefern Milchsäurebakterien
  • Antioxidantien aus Beeren, Gemüse und Gewürzen ergänzen eine ausgewogene Ernährung
  • entwässernde Lebensmittel können bei Wassereinlagerungen hilfreich sein
Zwei Frauen, von denen eine schwanger ist, planen die Geburt des Kindes

Schwangerschaft

In der Schwangerschaft steigt der Nährstoffbedarf. Wichtig ist eine ausreichende Versorgung von Mutter und Kind, möglichst über die Nahrung. Nahrungsergänzungsmittel sollten nur nach ärztlicher Absprache eingenommen werden.

Wichtige Nährstoffe während der Schwangerschaft:

  • Folsäure für die Zellteilung und Entwicklung des ungeborenen Kindes
  • Eisen für die Blutbildung
  • Kalzium für Knochen und Zähne
  • Jod für die Schilddrüsenfunktion
  • Magnesium hilft gegen Wadenkrämpfe und senkt das Risiko für Frühwehen
  • Zink reguliert den Hormonhaushalt
  • Vitamin A, C, und D in den empfohlenen Mengen

Prämenopause und Wechseljahre

Mit dem sinkenden Hormonspiegel verändern sich der Stoffwechsel und andere Körperfunktionen. Eine ausgewogene Ernährung kann das Wohlbefinden unterstützen. Auf der Knochen- und Muskelgesundheit liegt dabei ein besonderes Augenmerk.

Wichtige Nährstoffe während der Wechseljahre:

  • Kalzium für die Knochengesundheit
  • Vitamin D für die Kalziumaufnahme
  • Vitamin K2 für den Knochenstoffwechsel
  • Magnesium bei Muskelkrämpfen und Schlafproblemen
  • Zink, Selen und Vitamin C für verschiedene Stoffwechselprozesse
  • Folsäure und Vitamin B12 für die Nervenfunktion und den Stoffwechsel

Lebensmittel, die diese Nährstoffe enthalten, sind unter anderem Milchprodukte, Nüsse und Saaten, Hülsenfrüchte, Fisch, grünes Gemüse und Trockenobst.

Selbstbestimmt verhüten

Für die Verhütung steht eine Vielzahl verschiedener Verhütungsmittel zur Verfügung. Die passende Methode hängt dabei vom Alter, der Lebenssituation, dem Gesundheitszustand und den persönlichen Bedürfnissen ab. Zudem unterscheiden sich Verhütungsmittel hinsichtlich der Anwendung, Sicherheit und möglicher Nebenwirkungen. Eine ärztliche Beratung hilft deshalb bei der individuellen Auswahl. Die AOK Sachsen-Anhalt übernimmt die Kosten für ärztlich verordnete Verhütungsmittel bis zum 22. Lebensjahr.

Eine Frau in den Wechseljahren prüft ihre Verhütungspräparate

Verhütung in den Wechseljahren

Der Beginn der Wechseljahre bedeutet nicht automatisch das Ende von Sexualität oder Verhütungsbedarf. Die Fruchtbarkeit nimmt mit zunehmendem Alter zwar ab, besteht aber weiterhin: Eine Schwangerschaft ist noch bis zum endgültigen Ausbleiben der Menstruation möglich. Und auch der Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen bleibt unabhängig vom Alter wichtig. Besprechen Sie Ihren Verhütungsbedarf deshalb individuell mit Ihrem Frauenarzt.

Hormonelle Verhütung

Durch die Abgabe von Hormonen wird der Eisprung verhindert oder eine Schwangerschaft erschwert. Hormonelle Verhütungsmittel sind verschreibungspflichtig und sollten aufgrund möglicher Risiken und Nebenwirkungen mit dem Frauenarzt besprochen werden. Bei einigen Präparaten besteht ein erhöhtes Thromboserisiko. Zu den hormonellen Verhütungsmitteln zählen unter anderem die Antibabypille, das Verhütungspflaster, der Verhütungsring, die Dreimonatsspritze, das Hormonimplantat oder die Hormonspirale.

Nicht-hormonelle Verhütung

Bei der nicht-hormonellen Verhütung wird auf hormonelle Wirkstoffe verzichtet. Diese Verhütungsmittel sind eine geeignete Alternative für Frauen, die keine Hormone verwenden möchten oder dürfen. Beispiele sind die Kupferspirale, die Kupferkette, das Kondom, das Frauenkondom, das Diaphragma oder die Portiokappe.

Wichtig: Kondome schützen zusätzlich vor vielen sexuell übertragbaren Infektionen.

Chemische Verhütungsmethoden töten die Spermien ab oder schränken ihre Beweglichkeit ein. Sie können als Creme, Gel, Zäpfchen, Vaginalfilm oder Schaum angewandt werden und werden meist in Kombination mit anderen Verhütungsmethoden genutzt.

Natürliche Verhütungsmethoden

Bei der natürlichen Verhütung geht es vor allem um die Beobachtung körpereigener Signale und die Bestimmung von fruchtbaren und unfruchtbaren Tagen. Das erfordert eine gute Kenntnis des eigenen Zyklus. Für eine zuverlässige Anwendung ist zudem eine gute Dokumentation wichtig. Beispiele hierfür sind die Basaltemperaturmethode, die Beobachtung des Zervixschleims oder die symptothermale Methode.

Dauerhafte Verhütung

Eine dauerhafte Verhütung kommt bei abgeschlossenem Kinderwunsch infrage, sollte jedoch gut überlegt sein. Möglichkeiten sind die Sterilisation der Frau und die Vasektomie beim Mann. In der Regel findet keine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse statt.

Eine junge Frau lässt sich medizinisch beraten

Frauengesundheit: Vorsorge im Blick

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Viele Angebote richten sich nach dem Alter und individuellen Risiken.

Auch in der Forschung und Versorgung rückt Frauengesundheit zunehmend in den Fokus. Seit Anfang 2026 gibt es besondere Förderrichtlinien, die sich mit patientinnenzentrierter Versorgung von Frauen befassen. Dadurch verbessert sich die medizinische Versorgung von Frauen in Deutschland weiter. 

In der geschlechtssensiblen Medizin werden Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei der Diagnostik und Behandlung berücksichtigt. Lange Zeit wurden klinische Studien überwiegend mit männlichen Probanden durchgeführt. Das Frauengesundheitsportal bietet zusätzlich die Möglichkeit, sich über Frauenthemen zu informieren und ist eine Anlaufstelle für Selbsthilfegruppen.

Gesundheitsuntersuchung Check-up

Der gesundheitliche Check-up kann beim Hausarzt oder Facharzt für Allgemeinmedizin und Innere Medizin durchgeführt werden. Er dient unter anderem zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen. Ab 35 Jahren ist zudem ein einmaliges Screening auf Hepatitis B und C möglich.

Die AOK Sachsen-Anhalt übernimmt die Kosten für den Check-up zwischen 18 und 34 Jahren einmalig und ab dem 35. Lebensjahr alle drei Jahre. Außerdem bieten wir den Check-up Plus als erweitertes Vorsorgeangebot an, das alle zwei Jahre möglich ist.

  • Krebsfrüherkennung

    Das Hautkrebsscreening ist alle zwei Jahre möglich. Die AOK Sachsen-Anhalt zahlt einen Zuschuss für Versicherte zwischen 18 und 35 Jahren. 

    Die Früherkennung von Darmkrebs erfolgt durch einen Stuhltest oder eine Darmspiegelung und wird ebenfalls von der AOK Sachsen-Anhalt übernommen. Bei familiärer Vorbelastung kann die Untersuchung früher und in anderen Untersuchungsintervallen stattfinden.

    Unter bestimmten Voraussetzungen kann für Risikogruppen eine Lungenkrebsfrüherkennung mittels Niedrigdosis-CT durchgeführt werden. Die Kostenübernahme erfolgt durch die AOK Sachsen-Anhalt. Generell empfiehlt es sich, die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig durchführen zu lassen.

  • Gynäkologische Vorsorge

    Regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen ergänzen den Check-up. Die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs erfolgt durch altersabhängige Vorsorgeangebote wie den Pap-Test und den HPV-Test. Gynäkologische Tastuntersuchungen dienen zudem zur Früherkennung von Veränderungen. Die AOK Sachsen-Anhalt übernimmt die Kosten für die Gebärmutterhalskrebsvorsorge.

  • Gesundheits-Dashboard für Frauen

    Bestimmte Beschwerden können Anlass für weiterführende Untersuchungen sein:

    • unregelmäßiger Zyklus oder ausbleibende Periode
    • anhaltende Müdigkeit oder Erschöpfung
    • Stimmungsschwankungen
    • unerfüllter Kinderwunsch
    • Verdacht auf PCOS

    Wichtige Gesundheitswerte sind:

    • Blutbild
    • Eisenstatus
    • Schilddrüsenwerte
    • Vitamin B12 und Vitamin D
    • Blutzucker
    • Cholesterin und weitere Blutfettwerte
Eine jüngere Frau tastet ihre Brust ab

Brustgesundheit: Wissen, fühlen, vorsorgen

Die eigene Brust kennenlernen

Die regelmäßige Selbstbeobachtung und das monatliche Abtasten der Brust sind wichtig, um Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Knoten oder Verhärtungen, Veränderungen der Brustform, Hautveränderungen und Veränderungen der Brustwarze. Ein gutes eigenes Körpergefühl hilft dabei, Auffälligkeiten schneller zu erkennen.

Veränderungen ernst nehmen

Viele Veränderungen der Brust sind gutartig. Hormonelle Veränderungen können jedoch in verschiedenen Lebensphasen Beschwerden verursachen. So sind zum Beispiel Brustspannen, Druckempfindlichkeit oder vorübergehende Verhärtungen möglich. Bei neu auftretenden oder anhaltenden Veränderungen sollten Sie ärztliche Rücksprache halten, denn eine frühzeitige Abklärung schafft Sicherheit und Klarheit.

Brustkrebs frühzeitig erkennen

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen können Veränderungen frühzeitig sichtbar machen. Ab dem 30. Lebensjahr können Sie eine jährliche Tastuntersuchung beim Gynäkologen wahrnehmen. Die Kosten übernimmt die AOK Sachsen-Anhalt. Zwischen dem 50. und 75. Lebensjahr übernehmen wir zudem alle zwei Jahre die Kosten für ein Mammografie-Screening.

Brustgesundheit: Wissen, fühlen, vorsorgen

  • Die eigene Brust kennenlernen

    Die regelmäßige Selbstbeobachtung und das monatliche Abtasten der Brust sind wichtig, um Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Knoten oder Verhärtungen, Veränderungen der Brustform, Hautveränderungen und Veränderungen der Brustwarze. Ein gutes eigenes Körpergefühl hilft dabei, Auffälligkeiten schneller zu erkennen.

  • Veränderungen ernst nehmen

    Viele Veränderungen der Brust sind gutartig. Hormonelle Veränderungen können jedoch in verschiedenen Lebensphasen Beschwerden verursachen. So sind zum Beispiel Brustspannen, Druckempfindlichkeit oder vorübergehende Verhärtungen möglich. Bei neu auftretenden oder anhaltenden Veränderungen sollten Sie ärztliche Rücksprache halten, denn eine frühzeitige Abklärung schafft Sicherheit und Klarheit.

  • Brustkrebs frühzeitig erkennen

    Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen können Veränderungen frühzeitig sichtbar machen. Ab dem 30. Lebensjahr können Sie eine jährliche Tastuntersuchung beim Gynäkologen wahrnehmen. Die Kosten übernimmt die AOK Sachsen-Anhalt. Zwischen dem 50. und 75. Lebensjahr übernehmen wir zudem alle zwei Jahre die Kosten für ein Mammografie-Screening.

Spezialisierte Versorgung in Sachsen-Anhalt

Bei Auffälligkeiten oder einer Brustkrebserkrankung stehen Ihnen spezialisierte Brustzentren in Sachsen-Anhalt zur Verfügung:

In den Brustzentren kann eine interdisziplinäre Betreuung durch spezialisierte Fachteams erfolgen. Zudem gibt es moderne Diagnose-, Therapie- und Nachsorgemöglichkeiten.

Familiäres Risiko für Brust- und Eierstockkrebs

Eine familiäre Häufung von Brust- und Eierstockkrebs kann auf ein erhöhtes Erkrankungsrisiko hinweisen, bei dem genetische Veränderungen eine Rolle spielen können. Bei einer familiären Vorbelastung sollten Sie deshalb mit Ihrem Gynäkologen sprechen. Die AOK Sachsen-Anhalt bietet ein spezielles Versorgungsangebot für Frauen mit erhöhtem familiärem Risiko für Brust- und Eierstockkrebs an.

Menopause und Wechseljahre: Der Anfang von etwas Neuem

  • Wechseljahre und Menopause verstehen

    Wechseljahre und Menopause werden häufig gleichgesetzt, beschreiben aber eigentlich unterschiedliche Dinge. Die Menopause bezeichnet die letzte Menstruation im Leben einer Frau. Unter Wechseljahren versteht man die Übergangsphase von der fruchtbaren zur nicht mehr fruchtbaren Lebensphase. Die hormonellen Veränderungen beginnen meist schon vor der Menopause, der Verlauf und die Beschwerden sind aber individuell unterschiedlich. Wechseljahre sind ein natürlicher Lebensabschnitt und keine Erkrankung. Für viele Frauen ist es die Zeit der Neuorientierung und veränderter Bedürfnisse.

  • Wissen schafft Orientierung

    Aufklärung hilft, körperliche Veränderungen besser einzuordnen. Mögliche Beschwerden durch die hormonellen Veränderungen sind:

    • Hitzewallungen
    • Schlafstörungen
    • Stimmungsschwankungen
    • Herzrasen
    • Muskel- und Gelenkbeschwerden
    • Migräne

    Nicht jede Frau hat die gleichen Beschwerden. Ausprägung und Dauer sind individuell verschieden. Eine frühzeitige Beratung kann helfen, den Umgang mit den Beschwerden zu erleichtern.

  • Behandlungsmöglichkeiten individuell erwägen

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Linderung der Beschwerden. Für manche Frauen kann eine Hormonersatztherapie infrage kommen. Nutzen und Risiken müssen hier aber individuell mit dem Gynäkologen besprochen werden. Die Therapieentscheidung ist immer abhängig von den Beschwerden, dem Gesundheitszustand und persönlichen Bedürfnissen. Auch nicht-medikamentöse Maßnahmen können unterstützen.

  • Bewegung, Ernährung und Knochengesundheit

    Mit dem sinkenden Östrogenspiegel steigt das Risiko für Knochenschwund (Osteoporose). Der Erhalt der Knochengesundheit gewinnt daher in den Wechseljahren an Bedeutung. Regelmäßige Bewegung unterstützt die Knochen und die Muskulatur, während Krafttraining zum Erhalt der Muskelmasse beiträgt. Körperliche Aktivitäten fördern zudem das Gleichgewicht und die Mobilität. Wichtig ist auch eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D. Besprechen Sie die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder pflanzlichen Präparaten immer mit Ihrem Arzt.

  • Schlaf, Entspannung und Selbstfürsorge

    Hormonelle Veränderungen und auch der Stress während der Wechseljahre können den Schlaf beeinflussen. Ausreichend Schlaf fördert die Regeneration und verbessert das Wohlbefinden. Feste Schlafzeiten und entspannende Abendroutinen fördern einen erholsamen Schlaf. Entspannungsübungen, Meditation und Achtsamkeit können dabei helfen, Stress abzubauen. Die AOK Sachsen-Anhalt bezuschusst pro Jahr bis zu zwei Gesundheitskurse.

    Schaffen Sie auch bewusste Auszeiten im Alltag, nehmen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse ernst und stärken Sie persönliche Energiequellen und Ressourcen. Journaling kann dabei helfen, Gedanken und Gefühle zu reflektieren. Lassen Sie den Perfektionismus los und stärken Sie Ihre Selbstfürsorge.

  • Nicht alles allein bewältigen

    Die Wechseljahre müssen Sie nicht allein bewältigen. Ein offener Austausch mit Ihrem Partner, Familie, Freunden oder anderen Frauen kann entlasten und unterstützen. Gespräche helfen dabei, Beschwerden und Veränderungen besser verständlich zu machen. Auch im Berufsalltag können individuelle Anpassungen helfen wie:

    • flexible Arbeitszeiten
    • Anpassung der Raumtemperatur
    • veränderte Arbeitsabläufe
    • zusätzliche Erholungsphasen

    Bei belastenden Beschwerden ist Ihr Gynäkologe ein wichtiger Ansprechpartner. Hier erhalten Sie eine individuelle Beratung zu Behandlungsmöglichkeiten und Unterstützungsangeboten. So lässt sich die Lebensqualität merklich verbessern.

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