Junge Frau mit Leberflecken im Gesicht sitzt im Park auf einer Schaukel
Ihre AOK Sachsen-AnhaltHautkrebsfrüherkennung

Hautkrebs rechtzeitig erkennen und vorbeugen

Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Menschen. Man kann ihren Zustand selber positiv beeinflussen, um sich rundum in ihr wohlzufühlen. Dazu tragen eine ausgewogene Ernährung, moderate Pflege, ausreichend Entspannung und vor allem ein optimaler Sonnenschutz bei. Wer sich regelmäßig damit eincremt und Sonnenbrände vermeidet, kann Hautkrebs vorbeugen. Die Erkrankung entsteht, wenn die Haut mit zu viel UV-Licht in Berührung kommt. Wer seine Haut aber regelmäßig im Blick hat, kann beispielsweise Veränderungen an Leberflecken und somit Hautkrebs rechtzeitig erkennen. Wir geben Tipps und Hilfestellung dazu.

Machen Sie den Hautcheck!

Wird Hautkrebs frühzeitig erkannt, ist er gut behandel- und heilbar. Hierzu ist es ratsam, die Haut regelmäßig zu untersuchen. Eine gute Möglichkeit, die Ihnen bei der Untersuchung Ihrer Haut hilft, ist die sogenannte ABCD-Regel. Mit ihr lässt sich anhand von vier Aspekten feststellen, ob von einem Muttermal eine Gefahr ausgeht. Wenn Sie Ihre Haut selber unter die Lupe nehmen wollen: Achten Sie darauf, dass Sie Ihren ganzen Körper mit einbeziehen, also auch Rücken, Kopf, Schambereich, Fußsohlen und Zehenzwischenräume. Ein Spiegel kann Ihnen dabei helfen. Oder Sie lassen eine nahestehende Person einen Blick auf Ihre Haut werfen. Tattoos können einen solchen Hautcheck erschweren, wenn sie Leberflecken überdecken. Hautärztinnen und -ärzte sorgen mit entsprechender Diagnose-Technik dann für Klarheit.

Nahaufnahme Leberfleck

So können Sie Leberflecken selber bewerten:

  • A = Asymmetrie: Ein Melanom hat typischerweise unregelmäßige Formen.
  • B = Begrenzung: Die Grenzen am Rand eines Melanoms sind unscharf, verwaschen oder unregelmäßig.
  • C = Colour (Farbe): Es ist nicht einheitlich gefärbt (mehrere Farbtöne) oder verändert seine Farbe (heller oder dunkler).
  • D = Durchmesser: Hat es mehr als 2 mm Durchmesser, sollte es kontrolliert werden. 

Welcher Hauttyp sind Sie?

Die Anfälligkeit für Hautkrebs hängt übrigens von der genetischen Veranlagung beziehungsweise dem individuellen Hauttyp ab. Generell bekommen Menschen mit heller Haut und hellen Haaren schneller einen Sonnenbrand als Personen mit dunklem Teint. Hierdurch sind sie auch stärker gefährdet, an Hautkrebs zu erkranken. Durch Kleidung, eine Kopfbedeckung und regelmäßiges Eincremen lässt sich das aber vermeiden. Einen guten Sonnenschutz bieten Sonnencremes mit UV-A- und UV-B-Filter mit Lichtschutzfaktor (LSF 30). Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie lange Sie sich nach dem Eincremen in der Sonne aufhalten dürfen. Jetzt prüfen Sie doch einmal selber, welcher Hauttyp Sie sind.

  • Hauttyp 1

    helle, extrem empfindliche Haut, helle Augen, rotblondes Haar und sehr häufig Sommersprossen; bräunt nie und bekommt sehr schnell einen Sonnenbrand

  • Hauttyp 2

    helle, empfindliche Haut, blaue, graue, grüne oder braune Augen, blonde bis braune Haar und häufig Sommersprossen; bräunt kaum bis mäßig und oft einen Sonnenbrand

  • Hauttyp 3

    helle bis hellbraune Haut, graue oder braune Augen und dunkelblonde bis braune Haare, selten Sommersprossen; bräunt schneller als Hauttyp 2

  • Hauttyp 4

    hellbraune, olivfarbene Haut, braune bis dunkelbraune Augen und dunkelbraunes bis braune Haare, selten Sommersprossen; bräunt schnell

  • Hauttyp 5

    dunkelbraune Haut, dunkelbraune Augen und dunkelbraunes bis schwarzes Haar

  • Hauttyp 6

    dunkelbraune bis schwarze Haut, dunkelbraune Augen und schwarze Haare

Wussten Sie schon, dass…

  • nicht jeder Mensch gleichermaßen hautkrebsgefährdet ist?
  • Tattoos die Erkennung von Hautkrebs erschweren können?
  • die AOK Sachsen-Anhalt alle zwei Jahre die Kosten für ein Hautkrebs-Screening bezuschusst?
Zweijungefrauen Arm in Arm, eine blond mit heller Haut, die andere dunkelhäutig mit schwarzen Krausehaaren
Jungermann mit roten Haaren und sehr blasser Haut
Älterer Mann mit brauner Haut beim Verschneiden eines Baums

Hautkrebs-Screening – so funktioniert´s

Kommt Ihnen ein Leberfleck verdächtig vor, gehen Sie auf Nummer sicher. Lassen Sie ihn von einer Hautärztin oder einem Hautarzt untersuchen. Ein solches Hautkrebs-Screening läuft dabei völlig schmerzfrei ab. In einem Vorgespräch macht sich die Ärztin oder der Arzt ein Bild Ihres Gesundheitszustands. Hierbei werden eventuelle Vorerkrankungen und mögliche Risikofaktoren für Hautkrebs ermittelt. Anschließend folgt die körperliche Untersuchung. Hierzu müssen Sie sich vollständig entkleiden, denn Hautkrebs kann alle Körperstellen betreffen. Wenn es Ihnen unangenehm ist, sich auszuziehen, sprechen Sie es ganz offen an. Ein Gespräch kann Hemmungen abbauen.

Neben einer optischen Begutachtung mit einem Auflichtmikroskop setzen viele Hautärztinnen und -ärzte zur Diagnose auch das Nevisense-System ein. Bei dieser elektronischen Biopsie werden die elektrischen Eigenschaften des menschlichen Gewebes gemessen. So lassen sich beispielsweise. Veränderungen im Aufbau, der Größe und der Struktur von Hautzellen ermitteln. Auch dieses Verfahren ist völlig schmerzfrei. Die Kosten hierfür müssen Sie allerdings selber tragen.

Unsere Leistungen für Ihre gesunde Haut

Natürlich unterstützen wir Sie bei der Hautkrebsfrüherkennung. So übernehmen wir für alle unsere Versicherten ab dem Alter von 35 Jahren grundsätzlich alle zwei Jahre die Kosten für ein Hautkrebs-Screening. Und im Rahmen des GESUNDESKONTO bezuschussen wir für Versicherte zwischen 18 und 35 Jahre alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening mit 20 Euro.

 

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