Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Schwangerschaftstest 

Eine junge Frau betrachtet das Ergebnis Ihres Schwangerschaftstest.s

Ab wann ist ein Schwangerschaftstest sinnvoll?

Wenn die Periode ausbleibt, könnte eine Schwangerschaft dahinterstecken. Gesellen sich noch die typischen Anzeichen, wie Brustspannen, Übelkeit, Heißhunger, Ekel, Erschöpfung, Müdigkeit oder eine dauerhaft erhöhte Körpertemperatur dazu, wird die Vermutung immer konkreter. Spezielle Urin- oder Bluttests bringen Klarheit. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen und zu unterschiedlichen Preisen in Drogerien, Apotheken oder online zu kaufen. Sie können bequem von zu Hause durchgeführt werden. Nach einem positiven Testergebnis wird empfohlen in jedem Fall sich beim Frauenarzt, der Frauenärztin von der Hausarztpraxis oder einer Hebamme untersuchen zu lassen. 
 

Lesen Sie im Beitrag, wie Schwangerschaftstests funktionieren, worin sich die einzelnen Ausführungen unterscheiden und wie Sie die Ergebnisse richtig deuten.

Wussten Sie schon, dass…

  • eine Schwangerschaft im Blut bereits sechs bis neun Tage nach der Befruchtung nachweisbar ist?
  • die AOK Sachsen-Anhalt alle wichtigen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft übernimmt?
  • bestimmte Medikamente das Ergebnis eines Schwangerschaftstests beeinflussen können?

Wie funktioniert ein Schwangerschaftstest?

  • Vor dem Test 

    Um ein möglichst genaues Ergebnis zu erhalten, sollten Sie beim Kauf des Schwangerschaftstests unbedingt auf Lagerungshinweise und Verfallsdatum achten. Lesen Sie vor Gebrauch die Anwendungshinweise genau, um Fehlinterpretationen zu vermeiden.

    Die meisten Tests beruhen auf Nachweis des Schwangerschaftshormons Beta-hCG (Beta-Humanes Choriogonadotropin), welches sich im Urin oder Blut der schwangeren Person befindet. Das Hormon bewirkt, dass die Gelbkörper weiterhin im Eierstock das Hormon Progesteron bilden, keine Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut stattfindet und auch keine Regelblutung einsetzt.

    Besteht eine Schwangerschaft, ist das Hormon bereits sechs bis neun Tage nach der Befruchtung vorhanden. Mittlerweile gibt es viele sensible Tests, die eine Schwangerschaft über den Morgenurin schon kurz vor dem Einsetzen der zu erwartenden Menstruation nachweisen.  

    Bedenken Sie bitte: ein wirklich sicheres Ergebnis liefern Schwangerschaftstests erst zwei Tage nach Ausbleiben der Regelblutung.

  • Worauf ist beim Testen zu achten? 

    Einen Schwangerschaftstest durchzuführen ist nicht kompliziert und dauert in der Regel nur wenige Minuten. Und doch gibt es einige Dinge, die Sie vor der Durchführung beachten sollten:

    • Führen Sie den Schwangerschaftstest möglichst morgens durch, weil die hCG-Konzentration im ersten Morgenurin am höchsten ist.
    • Halten Sie den Teststreifen oder das Teststäbchen direkt in den Urinstrahl oder fangen Sie etwas Urin in einem sauberen Gefäß auf, um anschließend den Teststreifen einzutauchen.

    In der Regel haben herkömmliche Schwangerschaftstests zwei Anzeigefelder. Da es viele unterschiedliche Tests gibt, sollten Sie jedoch die Gebrauchsanleitung beachten. 

    Das erste Fenster ist das sogenannte Kontrollfenster, woran sie erkennen können, ob der Test richtig durchgeführt wurde. Je nach Hersteller erscheint im zweiten Fenster ein Strich oder Punkt als eine rosa oder eine blaue Verfärbung.  Höherpreisige Tests verfügen zudem über eine Digitalanzeige, die mit den Worten „schwanger“ oder „nicht schwanger“ das Ergebnis anzeigen.

Welche Schwangerschaftstests gibt es? 

  • Urintest

    Die Packungsbeilage eines Schwangerschaftstests liefert meist eine genaue Erklärung der durchzuführenden Schritte. Früh- oder Prätests sind bereits vier Tage vor der zu erwartenden Menstruation möglich, liefern aber nicht immer ein sicheres Ergebnis. Grundsätzlich gilt: je länger die Schwangerschaft besteht, desto sicherer ist das Ergebnis eines Urintests.

    Beachten Sie: eine Kostenübernahme für selbst gekaufte Tests durch die gesetzliche Krankenkasse kann nicht erfolgen. 

  • Bluttest 

    Um eine Schwangerschaft zweifelsfrei festzustellen, führt die Gynäkologin oder der Gynäkologe einen Bluttest durch. Die Blutprobe wird im Labor auf das hCG-Hormon untersucht, was im Blut schon etwa sechs bis neun Tage nach Befruchtung nachweisbar ist.

    Die AOK Sachsen-Anhalt übernimmt die Kosten für einen durch die gynäkologische Praxis durchgeführten Schwangerschaftstest bei medizinischer Notwendigkeit.

Frau teilt ihrem Partner das Ergebnis ihres Schwangerschaftstest mit.

Bin ich schwanger oder doch nicht?

Ein negatives Ergebnis spricht dafür, dass höchstwahrscheinlich keine Schwangerschaft vorliegt. Liegt im Gegenzug ein positives Testergebnis vor, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass eine Schwangerschaftvorliegt.

Bedenken Sie: Obwohl die Chance eher gering ist, ist auch ein falsch-positives oder falsch-negatives Ergebnis möglich.

Falsch-negatives Testergebnis

Ein falsch-negatives Ergebnis kann beispielsweise durch alte, überlagerte Tests oder falsche Handhabung zustande kommen. Zudem kann übermäßige Flüssigkeitszufuhr  vor dem Test dazu führen, dass der Urin stark verdünnt ist und dieser so ein falsches Ergebnis liefert.

Falls trotz eines negativen Testergebnisses eine Schwangerschaft besteht, kann es möglicherweise auch daran liegen, dass der Test zu früh durchgeführt wurde und die Konzentration des hCG-Hormons im Urin noch zu gering ist.

Falsch-positives Testergebnis

Pärchen liegt sich nach positivem Schwangerschaftstest in den Armen.

Ist der Test positiv, obwohl keine Schwangerschaft vorliegt, kann eine Fehlbildung der Fruchtanlage oder eine Fehlgeburt dafür verantwortlich sein. Auch bei Vorliegen einer Eileiterschwangerschaft, die unweigerlich zu einem Schwangerschaftsabbruch führt, ist ein positives Ergebnis möglich. Das Testergebnis kann zusätzlich beeinflusst werden von:

  • Blut oder Eiweiß im Urin, beispielsweise nach einem Harnwegsinfekt
  • verunreinigtem Urin oder verunreinigtem Uringefäß
  • Medikamenten, wie Hormonpräparaten oder Antidepressiva
  • Hormonumstellung während der Wechseljahre

 

Lesen Sie das Ergebnis zuden möglichst zügig ab, da die Flüssigkeit auf dem Test nach und nach verdunstet und so das Ergebnis verfälscht werden kann.

Beachten Sie bitte ebenfalls: Das hCG-Hormon sinkt nach dem Erreichen seines Maximums in der 8 bis 12. Schwangerschaftswoche, sodass es bei fortgeschrittener Schwangerschaft nicht mehr nachweisbar ist.

Sie sind sich unsicher? Dann kontaktieren Sie Ihre gynäkologische Praxis, um eine mögliche Schwangerschaft oder andere medizinische Ursachen auszuschließen.

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