Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Schonkost 

Eine junge Frau Ende 20 trinkt einen grünen Smoothie

Angepasste Vollkost bei Magen- und Darmbeschwerden

Bei Magen- und Darmbeschwerden ist es naheliegend die Ernährungsgewohnheiten zu verändern, um den Verdauungstrakt zu schonen. Eine angepasste Ernährung kann sich positiv auf Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit oder Blähungen auswirken. Schonkost ist ebenfalls empfehlenswert bei einem Reizmagen, einem Reizdarm oder bei chronischen Darmerkrankungen.

Früher entsprach Schonkost eher strengen Diäten, doch diese Annahmen sind heute überholt. In unserem Artikel erfahren Sie was Schonkost beziehungsweise angepasste Vollkost ist, welchen Prinzipien diese Ernährungsweise folgt und welche Lebensmittel bei Magen-Darm-Beschwerden bekömmlich sind. 

Wussten Sie schon, dass...

  • es verträglicher ist, Lebensmittel gedünstet oder gedämpft zu genießen?
  • die AOK Sachsen-Anhalt zwei Gesundheitskurse im Jahr bezuschusst?
  • Knollensellerie dabei hilft Magen- und Darmbeschwerden zu verbessern?

Was ist Schonkost?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nutzt den Begriff Schonkost nicht mehr, sondern spricht von leichter Vollkost. Dabei wird die Ernährung auf ausgewogene und vollwertige Kost umgestellt wobei alles, was unverträglich ist, weggelassen wird. Unverträglichkeiten sind individuell. Um die optimale Ernährungsform für sich zu finden, hilft letztlich nur Ausprobieren und Austesten. Beschwerden können durch die Anwendung von Schonkost durchaus gelindert werden, Krankheiten sind dadurch jedoch nicht heilbar. 

7 Prinzipien der angepassten Vollkost

  • 1. Lebensmittel schonend garen

    Sie sollten Ihre Lebensmittel am besten dünsten und dämpfen. Essen Sie vorzugsweise weiche Lebensmittel und versuchen Sie auf rohes Gemüse zu verzichten. 

  • 2. Fettarme Kost

    Essen Sie vorwiegend fettarm. Versuchen Sie hochwertiges Öl zu nutzen. Frittiertes sollten Sie generell dabei vermeiden.

  • 3. Mehrere, kleine Mahlzeiten

    Über den Tag verteilt sollten Sie lieber 5 kleine Portionen statt 3 große zu sich nehmen. Achten Sie darauf die Gerichte nicht zu heiß oder zu kalt zu verzehren. 

  • 4. Würzen mit frischen Kräutern

    Zum Würzen sollten Sie wenig Pfeffer oder Salz verwenden. Vermeiden Sie außerdem scharfe Gewürze. Versuchen Sie Ihren Speisen mit frischen Kräutern Geschmack zu verleihen. 

  • 5. Kombination von Eiweißquellen

    Mehr als die Hälfte der Eiweißquellen in Ihrer täglichen Ernährung sollten aus pflanzlichen Quellen bestehen. Versuchen Sie eine gute Balance zwischen Ihren Eiweißquellen zu schaffen. 

  • 6. Moderates Maß an Ballaststoffen 

    Mediziner sprechen ab einem BMI-Wert von über 25 von Übergewicht, ab einem Wert von 30 gelten Betroffene als adipös. Eine einmalige Fastenkur oder eine dauerhafte Fastenvariante wie das Intervallfasten kann dabei helfen, das Gewicht zu senken und die Ernährungsgewohnheiten umzustellen. 

  • 7. Ausreichend Flüssigkeitszufuhr 

    Nehmen Sie unbedingt 1,5 – 2 Liter am Tag zu sich. Am besten eignen sich stilles Wasser und ungesüßte Tees. Kaffee sollten Sie nur bei guter Verträglichkeit trinken. 

Schonkost ist individuell 

Angepasste Vollkost bedeutet keineswegs zu hungern oder sich einseitig zu ernähren. Denn es sind alle Nahrungsmittelgruppen erlaubt. Grundsätzlich gilt: Gegessen werden darf, was man verträgt und was guttut. Mithilfe eines Ernährungstagebuchs, in dem Sie die gegessenen Lebensmittel und auftretenden Beschwerden notieren, ist es möglich Unverträglichkeiten herauszufinden. Aus Erfahrungswerten gelten bestimmte Lebensmittelgruppen als gut verträglich. 

Dazu zählen:

  • Gemüsesorten wie Möhren, Kürbis, Zucchini, Kohlrabi, Blumenkohl, Brokkoli, Fenchel und Pastinaken.
  • Obstsorten wie zum Beispiel Äpfel, Bananen, Birnen oder Melonen.
  • Getreideprodukte wie Haferflocken, Couscous, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Zwieback sowie Brot vom Vortrag und Brot ohne Körner.
  • Milchprodukte wie fettarme Milch, Quark und Joghurt und Käse mit maximal 45% Fettanteil.
  • Fleisch und Fisch wie mageres Fleisch und Wurstsorten sowie Seelachs oder Kabeljau.

Um diese Lebensmittel sollten Sie einen Bogen machen

Es gibt bestimmte Lebensmittel, die Sie meiden sollten, da sie schwer zu verdauen sind und verschiedene Beschwerden hervorrufen können. Dazu gehören:

  • Gemüsesorten wie Kohl, Zwiebeln und Hülsenfrüchte.
  • Obstsorten wie Avocados und Zitrusfrüchte
  • Getreideprodukte wie frittierte Pommes, Kuchen, Kekse, grobkörniges Brot und Croissants.
  • Milchprodukte wie vollfette Milch und Milchprodukte sowie Camembert oder Sahnepudding.
  • Fleisch und Fisch wie fettiges Fleisch in allen Variationen und nicht geräucherter Fisch.
  • Eier wie weich gekochte Eier und Rührei. Spiegelei ohne Zugabe von Fett sind in Maßen im Rahmen der Schonkost geeignet. Auf hart gekochte oder rohe Eier sollte generell verzichtet werden.

Wie lange sollte die angepasste Vollkost gegessen werden?

Wie lange man sich an Schonkost halten sollte, ist individuell verschieden. Generell gilt: so lange wie nötig und bis die Beschwerden nicht mehr auftreten. Bei chronischen Magen- oder Darmerkrankungen ist in der Regel eine dauerhafte Ernährungsumstellung erforderlich. 

Lindert die angepasste Ernährungsweise die auftretenden Beschwerden nicht, ist eine weiterführende Abklärung bei einer Ärztin oder einem Arzt unumgänglich.

Schonkost-Rezept mit Sellerie

In traditional German and Austrian cuisine a potato soup is made from potatoes mainly. Some carrots might be added as well as some leek and celery. In case the consistency is more viscous, it is called potato stew. Sometimes it is served with creme fraiche or sour cream. Additionally bread or noodles can be served. The image might fit menu cards, cookbooks or prints for Restaurants.

 

Knollensellerie enthält ätherische Öle und Bitterstoffe, die einen gereizten Magen beruhigen können und die Verdauung anregen. Die Magensäure wird durch den Verzehr neutralisiert und kann dadurch leichte Magenschmerzen lindern. Außerdem enthält Sellerie viel Vitamin A, was für das Zellwachstum und die Augen wichtig ist und Haut und Schleimhäute stärkt. Die entzündungshemmende Wirkung von Knollensellerie ist auf die enthaltenen Antioxidantien zurückzuführen. Da Knollensellerie harntreibend ist, hilft es unter anderem auch beim Entwässern des Körpers. 

Leichte Kartoffelsuppe mit Knollensellerie 

  • Zutaten
    • 400 Gramm Kartoffeln
    • 500 ml Gemüsebrühe
    • eine mittelgroße Möhre
    • ein mittelgroßes Stück Sellerie
    • eine halbe Stange Lauch
    • etwas frischen Majoran
    • eine Handvoll frische Petersilie
    • zwei Kerbelblätter
  • Zubereitung
    • Kartoffeln, die Möhre und Sellerie schälen und in kleine Stücke schneiden.
    • Die Kartoffeln kurz ohne Fett in beschichtetem Topf anbraten und mit Brühe ablöschen. Dann die Möhre, den Sellerie und Majoran sowie den Kerbel hinzufügen.
    • Die Suppe circa 20 Minuten kochen lassen und danach grob pürieren.
    • Lauch und Petersilie sehr fein schneiden und in die Suppe geben.
    • Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
    • Lauwarm servieren und genießen,

    Guten Appetit!

Fazit: Schonkost kann über längere Zeit als Ernährungsumstellung praktiziert werden. Es bietet eine gute Möglichkeit, gelegentliche Magen-Darm-Beschwerden selbst zu kurieren. Achten Sie auf Ihren Körper bei Unverträglichkeiten. Oft wird die Ernährungsform von ärztlichem Fachpersonal als begleitende Behandlung empfohlen. 

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