Was ist Schlafwandeln?
Schlafwandeln, medizinisch Somnambulismus, zählt zu den Schlafstörungen und Aufwachstörungen. Betroffene richten sich im Schlaf auf, laufen umher, sprechen oder führen sogar Tätigkeiten aus, ohne es bewusst wahrzunehmen und sich danach daran zu erinnern. Das Gehirn erwacht dabei nur teilweise aus dem Tiefschlaf: Während das Bewegungszentrum aktiv ist, befinden sich Bewusstsein und Erinnerung noch im Schlafzustand. Zum Schlafwandeln kommt es meist im ersten Drittel des Nachtschlafs, also etwa 30 bis 90 Minuten nach dem Einschlafen. Der Vorgang dauert meist maximal 15 Minuten, kann aber auch bis zu einer Stunde anhalten.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e.V. schlafwandeln 15 bis 30 Prozent aller Kinder. Nach dem zehnten Lebensjahr nimmt die Häufigkeit ab und ab dem Erwachsenenalter schlafwandeln nur noch ein Prozent aller früheren Betroffenen. In der Regel ist Somnambulismus harmlos. Tritt es jedoch erstmalig im Jugend- und Erwachsenenalter auf, kann auch eine Krankheit dahinterstecken.
Im Beitrag beschäftigen wir uns mit den Ursachen und Risikofaktoren beim Schlafwandeln. Außerdem geben wir Tipps zum Umgang mit Schlafwandlern und wie Sie aktiv vorbeugen können.






