Älterre Frau Anfang 60 schaut mit einem leichten Lächeln aus dem fenster
Gesundheitswelt der AOK Sachsen-AnhaltInnere Unruhe

Innere Unruhe - keine Pause für den Kopf

Innere Unruhe ist verantwortlich dafür, dass der Kopf nicht abschalten kann. Betroffene fühlen sich dauerhaft angespannt und getrieben, die Gedanken kreisen und Nervosität ist ständiger Begleiter. Wir haben Ihnen in folgendem Beitrag alles zum Thema zusammen getragen und geben Ihnen Tipps, wie Sie die innere Anspannung lösen.

Wussten Sie schon, dass...

  • Stress der häufigste Auslöser für innere Unruhe ist?
  • die AOK Sachsen- Anhalt auch Entspannungsprojekte für Kinder anbietet?
  • die Gesundheitsapp "Stress Guide" Ihnen dabei hilft, Stress im Alltag zu reduzieren?

Woher kommen Unruhezustände?

Frau Anfang 40 schaut besorgt und streicht haare zurück

Wenn das Verhältnis von Entspannung und Anspannung aus den Fugen gerät, führt das oft zu Unruhe im Körper. Das bringt psychische Symptome wie Konzentrationsstörungen oder übermäßige Gereiztheit mit sich. Aber auch der Körper reagiert auf die dauerhafte innerliche Anspannung mit einem steigenden Puls, zittrigen Händen und Schweißausbrüchen.

Viele erleben die unangenehme Anspannung als vorübergehenden Zustand, zum Beispiel vor einer wichtigen Prüfung, vor einem Jobwechsel oder einer anderen großen Veränderung. Ach zu viel Koffein oder Nikotin können Auslöser sein. 

Manchmal steckt eine Erkrankung dahinter

Wenn die innere Unruhe aber über eine längere Zeit bestehen bleibt, Sie sich gar nicht mehr entspannen können und auch körperliche Symptome dazukommen, sollten sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen. Das gilt insbesondere dann, wenn die Symptome Sie im Alltag einschränken. Denn manchmal kann auch eine Erkrankung die Ursache für innere Unruhe sein. 

  • Schilddrüsenüberfunktion: Neben Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen kann es auch zu innerer Unruhe kommen.
  • Unterzuckerung: Eine sogenannte Hypoglykämie kann neben Heißhunger und Bewusstseinsstörungen auch zu innerer Unruhe führen.
  • Schizophrenie: Neben hoher Anspannung, Gereiztheit und Nervosität, gehört innere Unruhe zu den Hauptsymptomen dieser Erkrankung.
  • Depression: Eine Depression ist gekennzeichnet durch Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Es können aber auch Symptome wie innere Unruhe und Nervosität auftreten.

Weniger ernste körperliche Ursachen können bei Frauen auch die Wechseljahre sein. Innere Unruhe und Angespanntheit ist dabei oft eine Folge der Hormonumstellung im Körper. Ebenso sind Kreislaufprobleme durch einen zu niedrigem Blutdruck Unruhezustände hervorrufen.

Frau mit dunklen Haaren trägt Haarfarbe auf ihre nassen Haare auf
Rothaariger Mann mitte 30 hält Hände am Hinterkopf
Kamillenblüten und Henna-Pulver als natürliche Mittel zum Haarefärben

Was Sie selbst gegen innere Unruhe tun können

Wenn Ihre innere Unruhe nicht vom Arzt behandelt werden muss, können Sie auch selbst aktiv werden. Wichtig ist dabei, den Auslöser zu erkennen und Stress zu minimieren. Versuchen Sie, Ihren Alltag zu entschleunigen. Achten Sie zusätzlich auf ausreichend Schlaf. Auch die folgenden Tipps können helfen, wenn Sie betroffen sind:

  • Entspannungstechniken

    Yoga, Pilates oder Progressive Muskelentspannung helfen dem Körper zur Ruhe zu kommen. In Entspannungskursen erlernen Sie die richtige Technik und welche Übungen im Alltag schnelle Abhilfe bei Stress schaffen.

  • Regelmäßige Bewegung

    Suchen Sie sich einen Sport, der Ihnen Spaß bereitet. Egal ob Joggen, Walken und Schwimmen - wenn Sie mit Freude dabei sind, fällt das Dranbleiben leichter. Auch Alternativen zum Sport wie ein langer Spaziergang an der frischen Luft kann Abhilfe schaffen.

  • Gedankenkarussel stoppen

    Wenn Ihre Gedanken ständig um die gleichen Themen kreisen, versuchen Sie aktiv gegenzusteuern. Wir haben Ihnen Tipps gegen das Grübeln zusammengestellt. 

  • Pflanzliche Mittel

    Baldrian, Hopfen und Passionsblume helfen bei innerer Unruhe. Viele Mittel gibt es als Tee.

  • Achtsamkeit

    Lernen Sie, bewusster auf sich zu achten und reagieren sie bei Überforderungsanzeichen Ihres Körpers rechtzeitig. Dabei hilft es , sich auf den Moment zu konzentrieren. Wie das geht, lesen Sie in diesem Beitrag.

  • Ernährung

    Reduzieren Sie koffeinhaltige Getränke und versuchen Sie, auf eine zuckerreduzierte Ernährung zu achten.

Der Alltag verlangt uns oft viel ab. Ruhepausen sind wichtig, um das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung wieder herzustellen. Wenn Nervosität und innerliche Unruhe Sie allerdings täglich begleiten, ist das keineswegs normal. Bringen Selbsthilfemaßnahmen keine Besserung, suchen sie Rat bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, um eine Erkrankung auszuschließen. 

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