Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Skaten

Ein Mann versucht sich an einem Manual auf dem Skateboard

Adrenalin auf Rollen

Zwischen Balance, Tempo und Tricks steckt beim Skaten pure Energie. Auf Rollen – ob auf dem Skateboard oder auf Inlineskates – verbinden sich Geschwindigkeit, Bewegung und Tricks zu einem dynamischen Erlebnis. Der Spaß steht dabei immer im Mittelpunkt. Gleichzeitig fördert Skaten Balance, Koordination, Körperbeherrschung und Kreativität. Es stärkt Ihr Gleichgewicht und Ihre Ausdauer und hilft dabei, Stress abzubauen. Skaten hält Sie fit und bringt Sie gleichzeitig an die frische Luft.

Im Folgenden erfahren Sie, welche gesundheitlichen Vorteile Skaten bietet, welche Ausrüstung wichtig ist und wie Ihnen der Einstieg auf Rollen sicher gelingt. 

Wussten Sie schon, dass...

  • in Kalifornien schon seit den 1950ern Skateboard gefahren wird?
  • beim Inlineskaten mehr Muskelgruppen als beim Radfahren beansprucht werden?
  • jedes Jahr im April unsere kostenfreie AOK-Laufschule startet?

Arten des Skatens 

Skaten macht Spaß und motiviert zu mehr Bewegung im Alltag. Es verbindet Tempo, Geschicklichkeit und Körperbeherrschung zu einem dynamischen Erlebnis. Durch die verschiedenen Skatearten ist für jede Vorliebe etwas dabei – egal ob Sie Tricks lernen, längere Strecken fahren oder einfach aktiv an der frischen Luft sein möchten.

Eine Frau fährt Longboard bei schönem Wetter

Skateboard und Longboard

Das Skateboard ist ein flaches Holzbrett mit zwei Achsen (Trucks) und insgesamt vier Rollen. Mit dem Skateboard können Sie Tricks wie Air, Ollie oder Grinds lernen und ausprobieren. In Skateparks gibt es dafür verschiedene Hindernisse. Gefahren wird entweder auf freier, ebener Fläche (Flatland) oder im urbanen Raum mit Treppen, Geländern und anderen Hindernissen (Streetskaten). 

Das Longboard ist länger als ein Skateboard und hat größere, weichere Räder. Dadurch eignet es sich besser für längere Strecken oder unebenere Wege.

Inlineskates und Rollschuhlaufen

Inlineskates, kurz Inliner, sind ähnlich aufgebaut wie Schlittschuhe, haben jedoch drei bis fünf Rollen statt Kufen. Am hinteren Teil eines Skates befindet sich meist eine Bremsvorrichtung, mit der Sie sicher anhalten können.

Beim Inline Speedskating wird eine bestimmte Strecke oder ein Rundkurs möglichst schnell zurückgelegt, ähnlich wie beim Eisschnelllauf. Inliner eignen sich besonders gut für höhere Geschwindigkeiten und dynamisches Kurvenfahren.

Rollschuhe haben auf jeder Seite zwei nebeneinander liegende Rollen. Dadurch sind sie leichter zu kontrollieren und bieten mehr Stabilität. Rollschuhfahren macht besonders in Hallen Spaß, oft begleitet von Musik, wie man es von der klassischen Rollerdisco kennt. Dieser Trend war vor allem in den 1970er und 1980er Jahren beliebt.

Cross Skates Nahaufnahme

Cross Skating (Sommerski)

Beim Cross Skating kombinieren Sie Bewegungen aus dem Skilanglauf mit speziellen Skates und Stöcken. Die Technik ähnelt dem Skilanglauf, allerdings ohne Schnee. Die Schuhe ähneln Inlinern und sind auf etwas längeren Schienen montiert.

Waveboard

Beim Waveboardfahren kommt es vor allem auf ein gutes Gleichgewicht an. Das Board besteht aus zwei beweglichen Plattformen, die über eine Drehstange miteinander verbunden sind, sowie zwei schwenkbaren Rollen. Angetrieben wird das Waveboard durch Vor und Rückbewegungen mit dem hinteren Bein sowie durch Drehbewegungen der Hüfte.

Durchstarten mit dem richtigen Skate Zubehör

Je nach Art des Skatens benötigen Sie unterschiedliches Equipment. Unverzichtbar sind jedoch immer ein passender Helm sowie Schoner für Knie, Ellenbogen und Hände. Besonders Handgelenkschoner sind wichtig, da viele Stürze reflexartig mit den Händen abgefangen werden.

  • Skateboard

    Tragen Sie passende, stabile Skateschuhe mit einer flachen, gleichmäßigen Gummisohle. Für Anfänger eignen sich Skateboards mit symmetrischen Enden. Für Kinder gibt es spezielle, altersgerechte Boards.

  • Inliner

    Anfängermodelle verfügen meist über eine stabile Passform an der Ferse und Rollen mit einem Durchmesser von 80 bis 84 Millimetern.

  • Cross Skating

    Die Schienen sind fest mit dem Schuh verbunden oder verfügen über eine Bindung für normale Schuhe. Die Rollen sind ähnlich wie bei Inlinern.

    Lassen Sie sich im Skateshop oder bei einem Skateverein beraten, welches Zubehör für Sie geeignet ist. In vielen Städten können Sie die Ausrüstung auch ausleihen.

Skate Tipps für Anfänger

Für den Einstieg eignen sich abgelegene, ebene Wege oder Parkplätze am Wochenende. Bedenken Sie, dass beliebte Strecken gerade an Wochenenden stark frequentiert sein können. Üben Sie am besten unter Anleitung in einem Kurs, in einer Skateschule, in einem Skateverein oder mit einem bereits erfahrenen Skater. So lernen Sie die richtige Sturz- und Bremstechnik sowie die korrekte Körperhaltung, was das Verletzungsrisiko verringert.

Inliner

Der Körperschwerpunkt liegt mittig über den Rollen. Der Oberkörper ist leicht nach vorn geneigt, der Rücken bleibt gerade und der Blick ist nach vorne gerichtet. Gehen Sie leicht in die Knie und bewegen Sie die Arme seitlich zum Ausbalancieren mit pendelnden Bewegungen. Verlagern Sie beim Skaten Ihr Gewicht abwechselnd auf ein Bein und stoßen Sie sich mit dem unbelasteten Bein seitlich nach hinten ab.

Skatebord

Ein Gefühl für das Skateboard bekommen Sie, wenn Sie zunächst viel fahren, statt gleich Tricks auszuprobieren. Behalten Sie dabei immer Ihre Umgebung gut im Blick, besonders im Skatepark. Ihre Fußposition liegt entweder mit dem linken Fuß vorn oder mit dem rechten Fuß vorn auf dem Brett (Goofy).

Üben Sie das Pushen, indem Sie sich mit dem hinteren Fuß abstoßen. Halten Sie das Gleichgewicht, denn nur so gelingt auch das sichere Kurvenfahren. Fahren Sie durch oder über einfache Hindernisse wie Rampen oder leichte Elemente oder testen Sie wellige Rundkurse mit Steilkurven, sogenannte Pumptracks.

Ein Vater bringt seiner Tochter Zuhause das Skaten bei

Skaten mit Kindern 

Skaten ist nicht nur bei Erwachsenen beliebt, sondern eine gute Möglichkeit, Kindern Spaß an Bewegung zu vermitteln. Es fördert ihre motorischen Fähigkeiten, verlangt aber auch viel Konzentration, Koordination und Reaktionsgeschwindigkeit. Das Einstiegsalter ist individuell, je nach Entwicklungsstand und liegt in der Regel zwischen drei und fünf Jahren.

Wie gesund ist Skaten?

Gerade als Anfänger passieren häufiger Stürze – besonders beim Inlineskaten oder bei Skateboard-Stunts. Das Risiko für Verletzungen wie Verstauchungen, Brüche oder Abschürfungen ist hoch. Beim Skateboarding werden die Gelenke teilweise stark belastet, beispielsweise durch Sprünge. Die richtige Technik ist hier besonders wichtig. Richtige Brems- und Sturztechniken reduzieren außerdem das Verletzungsrisiko oder verhindern schwere Verletzungen.

Skaten hat trotzdem viele gesundheitliche Vorteile:

Beim Inlineskaten verbrennen Sie ähnlich viele Kalorien wie beim Joggen. Eine Stunde Skaten bei moderatem Tempo verbrennt circa 500 Kalorien. Im Vergleich dazu sind es beim Joggen etwa 600 Kalorien.

Skaten erzeugt Glücksgefühle durch Geschwindigkeit und gelungene Stunts. Haben Sie Erfolg, steigert das Ihre Motivation und Ihr Selbstbewusstsein. Mit der Zeit gelingen Ihnen auch immer schwierigere Tricks. Skaten verbessert Ihre Balance, Koordination und Ausdauer und wirkt sich gleichzeitig positiv auf Ihr Herz-Kreislauf-System aus.

Eine Mutter übt mit ihrem Sohn Skaten im Skatepark

Skaten ist ein effektives Ganzkörpertraining, da es Ihren Po und Ihre Beine trainiert und beim Inlineskaten besonders die Oberschenkelinnenseiten beansprucht. Außerdem wird die Tiefenmuskulatur im Bauch-, Rücken- und Hüftbereich aktiviert. Ihre Arm- und Schultermuskulatur wird durch das Schwungholen (Speedskating) oder den Stockeinsatz (Cross-Skating) trainiert.

Inlineskaten und Cross-Skaten gelten als vergleichsweise gelenkschonend. Outdoor-Sportarten sind zudem ein schöner Anreiz für Bewegung an der frischen Luft. So können Sie Ihre Vitamin-D-Batterie aufladen und Ihr Wohlbefinden steigern.

In vielen Städten gibt es Skateplätze wie zum Beispiel im Rotehornpark in Magdeburg oder im Bürgerpark in Gardelegen. Auch Indoor-Skatehallen wie die Skatehalle Burgstraße in Halle und die Andes-Skatehalle in Dessau bieten gute Möglichkeiten. Die Goitzsche bei Bitterfeld ist ein beliebtes Ziel für Inlineskater und Cross-Skater. Dort gibt es auch einen Rundkurs um den Goitzschesee, der gut asphaltiert ist. Auch in der Nähe von Sachsen-Anhalt finden Sie Orte zum Skaten. Mit rund 100 Kilometern bietet die Fläming-Skate in Brandenburg eine ideale Strecke zum Skaten – vorbei an kleinen Hügeln, Feldern und Wäldern.

Wenn Sie ein echter Skate-Profi werden wollen, können Sie auch unter professioneller Anleitung Skaten lernen.

In Magdeburg bietet skater-md Inlineskate-Kurse für Kinder und Erwachsene an. Der Hallesche Inline Skate Club e. V. bietet Übungsstunden speziell für Kinder und Anfänger an. In der Andesskatehalle in Dessau können Anfänger Skateboard-Kurse buchen und sich gleichzeitig das entsprechende Equipment ausleihen.

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