Eine genaue Diagnose können neben einem intensiven Gespräch auch unterschiedliche Untersuchungen liefern.
Orientierende Gleichgewichtsprüfung
Mit geschlossenen Augen muss der Patient auf der Stelle gehen und anschließend eine gerade Strecke laufen.
Vestibularisprüfungen
Mit den sogenannten Vestibularisprüfungen lässt sich überprüfen, ob der Schwindel durch Störungen des Gleichgewichtsorgans verursacht wird. Dabei kommen unterschiedliche Testverfahren zum Einsatz:
- Kalorische Spülung: Die Gehörgänge werden einzeln einmal mit kaltem und einmal mit warmem Wasser gespült. Sie ist die wichtigste Methode zur seitengetrennten Überprüfung des peripheren Gleichgewichtsorgans. Die Temperaturveränderung bewirkt eine Flüssigkeitsbewegung in den Bogengängen, die wiederum sogenannte Nystagmen auslösen können. Nystagmen sind unwillkürliche, rhythmische Augenzuckungen, die Hinweise auf die Ursachen des Schwindels geben können.
- Drehstuhl-Test: Beim Drehstuhl-Test sitzt der Patient mit einer Video-Brille auf einem drehbaren Stuhl und wird 20 bis 30 Sekunden lang erst in die eine und dann in die andere Richtung gedreht. Dabei werden seine Nystagmen aufgezeichnet.
- Frenzel-Brille
Die Frenzel-Brille hat zwei lupenartige Gläser, die es dem Patienten unmöglich machen, einen Gegenstand in der Umgebung zu fixieren. Mit ihrer Hilfe kann der Arzt unnormale Augenbewegungen genau analysieren und darüber eine Störung des Gleichgewichtssinns erkenne - Hörtest
Auch das Gehör muss geprüft werden, da das Gleichgewichts- und Hörorgan ihre Signale über den gleichen Nerv zum Gehirn weiterleiten.
Für die weitere Therapie ist es wichtig, dass Ihr Arzt Ihren wahrgenommenen Schwindel und die dafür verantwortlichen Ursachen richtig einordnet. In manchen Fällen reicht der Besuch bei Ihrem Hausarzt aus. Oftmals sind jedoch zusätzliche internistische, orthopädische, augenärztliche, neurologische oder psychiatrische Untersuchungen nötig, um die Ursache der Schwindelanfälle aufzuklären.