Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Babykurse

Junge Mütter machen Sport mit ihren Babys

Babys Entwicklung aktiv fördern

Babys werden heute gern gefördert und auch wir befürworten das. Dabei ist es wichtig zu wissen: Wie viel Förderung ist gut? Ab wann wird Förderung zu Stress für das Baby? Und geht es nicht auch ohne all das? Auf diese Fragen geben wir hilfreiche Antworten. Auch Eltern, die noch nicht sicher sind, ob sie an einem Babykurs teilnehmen werden, haben wir wichtige Infos. Zum Beispiel, wie Sie erkennen können, wann Babys Entwicklung für einen Kurs spricht. Und Tipps, was Sie jenseits von Entwicklungsprogrammen ganz einfach zuhause für Ihr Kind und mit Ihrem Kind tun können.

Wussten Sie schon, dass…

  • die AOK Sachsen-Anhalt viele Babykurse bezuschusst?
  • die AOK Sachsen-Anhalt zu den besten Krankenkassen für Familien gehört?
  • die AOK Sachsen-Anhalt auch Kinder-Erste-Hilfe-Kurse unterstützt?

Gute Förderung ist der Start ins Leben

Ein guter Start ins Leben ist für’s Baby wichtig und vielen Eltern liegt das am Herzen. Sie fragen sich: Was kann ich oder was können wir für das Baby tun? Welche Kurse ist gut für mein oder unser Baby und fördern seine Entwicklung? Das Angebot an Kursen, pädagogisch wertvollem Spielzeug und Ratgebern ist enorm. Es ist schwer, den Durchblick zu behalten und einen Alltag gibt es schließlich auch noch. Deshalb für alle Eltern das wichtigste zuerst:

Im Alltag gibt es ganz viele Möglichkeiten und Situationen, die die Entwicklung Ihres Kindes fördern.

Schon das Kinderzimmer, die Wohnung, ein Spielplatz halten ganz viel Spannendes für die Kleinen bereit. Babys erforschen ihr Umfeld intuitiv. Sie hören auf den Staubsauger und das Rauschen des Windes, greifen nach Gras und Spielzeug, nehmen unterschiedliche Gerüche auf. Wenn Sie mit Ihrem Baby beim Baden, Spielen oder Füttern dem Forscherdrang nachgehen, unterstützen Sie seine Entwicklung.

Kleiner Junge liegt mit seinem Vater auf der Wiese im Park. Der Vater zeigt ihm ein trockenes Blatt.

Babykurse: Gut für Babys und Eltern

Jedes Kind entwickelt sich -am besten ohne vollen Terminkalender. Und weil Sie Ihr Baby fördern statt überfordern möchten, gilt: Lieber wenige Kurse und dafür viele Wohlfühlmomente für alle.

Zu den häufigsten und beliebtesten Kursen zählen:

  • PEKiP (Prager-Eltern-Kind-Programm)

    In kleinen Gruppen werden die Babys ab der 4. Lebenswoche angeregt, aktiv zu werden. Zum Beispiel wecken Luftballons, Wasserbälle und Wasserschalen die Neugierde der Kinder. Die kleinen Entdeckerinnen und Entdecker sind dabei nackt, um sich besser bewegen und intensiver wahrnehmen zu können. PEKiP kann besucht werden, bis die Kleinen laufen können. Die langfristige Wirkung ist wissenschaftlich nicht belegt.

  • DELFI (Denken, Entwickeln, Lieben, Fühlen, Individuell)

    Ebenfalls in kleinen Gruppen werden den Eltern Bewegungs- und Wahrnehmungsspiele gezeigt, die sie mit ihren Kindern machen. In den Kursen wird immer geschaut, dass die Bereiche D, E, L, F und I berücksichtigt werden. Kurse werden ab einem Alter von 6 Wochen bis zu 2 Jahren angeboten.

  • Babymassage

    Dieser Kurs gehört oft zu den ersten, die besucht werden. Es ist eine Wohlfühleinheit für das Baby und vertieft die Eltern-Kind-Bindung. Durch die Streicheleinheiten fühlt sich Ihr Baby sicherer und geborgen.

  • Babyschwimmen

    Für alle Babys, die Wasser lieben, ist Babyschwimmen eine schöne Sache. Denn hier sind Bewegungen möglich, die „an Land“ noch nicht möglich sind. Es steht der Spaß im Vordergrund, Schwimmenlernen kommt später.

  • Krabbelgruppe

    Viele Krabbelgruppen beginnen als privater Treff für Mamas oder Papas in Elternzeit mit ihrem Baby. Später, wenn die Kinder dann auch krabbeln können, geht es richtig zur Sache auf Entdeckertour.

  • Babysingen/ Musikgarten

    Singen macht glücklich und die magische Kraft der Musik können Sie mit Ihrem Baby teilen. Deshalb gibt es Kurse, die durch Singen, Musizieren und Bewegung die Entwicklung Ihres Babys unterstützen.

Kursleiterin eines Babykurses spielt mit einem Baby.

Bei allen Kursen geht es nicht nur darum, die Babys zu fördern. Es geht um mehr: Eltern können sich im neuen Babyalltag austauschen. Sie erleben ihr Kind in einer anderen Umgebung und lernen sich gegenseitig besser kennen. So stärken Sie die Bindung und werden sicherer im Umgang mit Ihrem Baby.

Deshalb unterstützen wir Eltern bei frühkindlichen Entwicklungsprogrammen im ersten Lebensjahr.

Diese Leistungen gehören dazu:

So finden Sie heraus, ob ein Kurs für Sie und Ihr Baby gut ist – Checkliste

Ein Babykurs ist dazu da, dass alle sich gut dabei fühlen. Aus Förderung soll nicht Überforderung werden. Um herauszufinden, ob ein Kurs für Sie und Ihr Baby das Richtige ist, hilft unsere Checkliste.

Eine Gruppe Babys spielt mit Bauklötzchen.

1  Signale lesen

Am Anfang lernen Sie Ihr Baby erstmal kennen. Zeigt Ihr Kind Interesse an etwas, können Sie Anregung und Unterstützung bieten.

2  Zeitpunkt wählen

Macht ein Kind gerade einen Entwicklungsschritt, ist es leicht, Neues zu lernen. Diese sogenannte sensible Phase sollten Sie abwarten. Kommen Sie Ihrem Kind zuvor, wird es die Anregungen nicht behalten können. Begleiten Sie Ihr Kind aufmerksam, merken Sie auch, wann es Zeit ist, anzuregen oder abzuwarten.

3  Kindertempo beachten

Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und eine ganz eigene Reihenfolge in seiner Entwicklung und bei der Entdeckung der Welt. So sind manche Kinder beispielsweise motorisch sehr fix, andere sind eher sprachlich gewandt. Weil das je Kind unterschiedlich ist, spielt bei der Auswahl von Anregungen nicht das Alter des Kindes die große Rolle, sondern seine individuellen Schritte.

4  Überfluss vermeiden

Ob es ein übervolles Kinderzimmer ist oder ein übervoller Kurskalender – beides überfordert Ihr Kind. Es braucht Zeit, neue Eindrücke anzunehmen und zu verarbeiten. Bei zu vielen Reizen geht das nicht und fördert daher die Entwicklung nicht.

Wenn Sie Ihr Kind anschauen und Ihrem Bauchgefühl folgen, entscheidet sich, ob ein Kurs und welcher Kurs jetzt sinnvoll ist.

Junge Mutter betrachtet ihr Baby, während das kleine Mädchen lachend aus dem Fenster blickt

Und wenn Sie selbst nicht der Kurs-Typ sind, dann gibt es dennoch vieles aus den Kursen, was Sie zuhause oder mit befreundeten Familien machen können. Zum Beispiel:

  • Baby nackt spielen lassen wie bei PEKIP
  • gemeinsam Fingerspiele machen wie bei DELFI und beim Babysingen
  • Streicheln, Kuscheln, Körpernähe und Entspannung gemeinsam genießen wie bei der Babymassage
  • ausgiebig baden und auch als Mama oder Papa mit in die Badewanne zum Baby steigen

Übrigens: Oft machen Eltern sich Gedanken, dass ihre Kinder nicht frühzeitig genug und ausreichend gefördert werden. Auch weil sie befürchten, dass es später in der Schule Schwierigkeiten haben könnte. Wenn Sie Angst haben, eine Entwicklungsverzögerung zu übersehen, sprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nimmt Ihr Kind wahr und kann Ihnen die Sorgen nehmen.

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