Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Pandan

Ein Dessertteller, der mit Pandan abgerundet wurde

Leuchtend grünes Superfood

Pandan stammt aus Ostasien und gilt als echtes Superfood. Die tropische Pflanze ist dort nicht nur fester Bestandteil der traditionellen Küche, sondern wird auch seit Jahrhunderten als Heilmittel geschätzt. Besonders beliebt ist Pandan als Zutat in Desserts, Kuchen und Eiscreme, doch auch herzhafte Gerichte wie Currys oder Reis profitieren von seinem einzigartigen Aroma. Neben Geschmack und Farbe werden Pandan zudem gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben, die ihn auch hierzulande immer bekannter machen.

In unserem Beitrag erfahren Sie, wie Pandan verwendet wird und wie er auf den Körper wirken kann. Außerdem haben wir zum Abschluss ein leckeres Rezept zum Ausprobieren für Sie vorbereitet. 

Wussten Sie schon, dass...

  • Pandan auch als „Vanille Asiens“ bezeichnet wird?
  • es viele Gesundheitskurse für eine ausgewogene und gesunde Ernährung gibt? 
  • Pandan in Asien seit Jahrhunderten als Naturheilmittel verwendet wird?

Was ist Pandan?

Pandan wird häufig als die ostasiatische Vanille bezeichnet. Botanisch gehört die Pflanze zur Gattung der Schraubenbäume (Pandanus) und ist auch unter den Namen Pandane oder Schraubenpalme bekannt. Je nach Region trägt Pandan unterschiedliche Bezeichnungen: In Thailand heißt er Bai Toey Hom, in Japan Takonoki und im malaysischen Raum Daun Pandan.

Ein Pandan-Strauch

Die immergrüne Pflanze stammt aus tropischen Regionen Südostasiens und Teilen Ozeaniens, etwa aus Thailand, Malaysia, Indonesien und den Philippinen. Sie wächst als Strauch oder Baum und kann über einen Meter hoch werden. Charakteristisch sind ihre langen, schmalen, leuchtend grünen Blätter.

Pandan ist vielseitig einsetzbar: Er findet Verwendung in süßen und herzhaften Gerichten, Getränken und sogar in kosmetischen Produkten. Sein Aroma erinnert an eine feine Mischung aus Vanille, Mandeln, Kokosnuss und Jasmin. Erhältlich ist Pandan in verschiedenen Formen, als frische, getrocknete oder tiefgefrorene Blätter, als Extrakt, Pulver, Paste oder Saft.

Heilender Allrounder 

Pandan wird in der traditionellen asiatischen Heilkunde ein breites Spektrum an gesundheitsfördernden Wirkungen zugschrieben. Viele dieser Effekte sind jedoch bislang wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, sondern beruhen auf Erfahrungswerten und ersten kleineren Studien.

  • Inhaltsstoffe und mögliche Wirkungen

    Die Blätter enthalten Chlorophyll, das antioxidativ wirkt und den Körper vor freien Radikalen schützen kann. Zudem liefert Pandan Beta-Carotin, das für eine gesunde Haut wichtig ist und das Immunsystem unterstützt.

    Darüber hinaus werden ihm entgiftende und schmerzstillende Eigenschaften nachgesagt, insbesondere bei Gelenkschmerzen oder chronischen Entzündungen. Erste Tierversuche deuten darauf hin, dass Pandan möglicherweise den Blutzuckerspiegel regulieren könnte. Ein eindeutiger Nachweis beim Menschen steht jedoch noch aus. 

    Sekundäre Pflanzenstoffe wie Saponine ergänzen das Wirkprofil. Sie wirken antibakteriell und entzündungshemmend, können unser Immunsystem stimulieren und dabei helfen, Cholesterin im Körper zu binden.

  • Pandan-Tee oder Extrakte

    Als Tee oder Extrakt wird Pandan traditionell eingesetzt, um Kopfschmerzen oder niedrigen Blutdruck zu lindern. Ihm wird zudem eine entzündungshemmende, leicht stimulierende Wirkung zugeschrieben. Viele Menschen nutzen Pandan-Tee zur Entspannung, zum Stressabbau oder bei Angstzuständen. Außerdem kann er harntreibend wirken und so unseren Stoffwechsel unterstützen.

  • Pandan in Kosmetikprodukten

    Auch in der Naturkosmetik findet Pandan Anwendung. In die Kopfhaut einmassiert, kann er Schuppen reduzieren und Haarbruch oder Haarausfall vorbeugen. Als Inhaltsstoff in Cremes und Shampoos wirkt Pandan antibakteriell und entzündungshemmend und kann bei Hautunreinheiten oder empfindlicher Kopfhaut helfen.

Superfood: Pandan in der Küche

Wichtig zu wissen: Pandanblätter werden nicht mitgegessen. Sie dienen als Aromageber und werden beim Kochen hinzugefügt, vor dem Servieren jedoch wieder entfernt. Besonders in der vegetarischen und veganen Küche eignet sich Pandan hervorragend als pflanzliches Aromamittel. 

Pandanblätter geben einem gesunden Dessert eine besondere Note

Verwendung

Pandan kann zum Garen als Wrap für Reis, Fleisch oder Fisch genutzt werden oder als aromatische Beilage dienen. Häufig verleiht er Currys, Reisgerichten oder Desserts eine feine, exotische Note. Pandanflüssigkeit kann geschmacklich mit Kokosmilch verglichen werden, ersetzt jedoch weder deren Konsistenz noch den Fettgehalt.

Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Pandansaft als Ersatz für Wasser oder Milch, Tee aus Pandanblättern, das natürliche Einfärben von Lebensmitteln sowie das Süßen und Aromatisieren von Speisen. Im Gegensatz zu Matcha ist Pandan koffeinfrei und daher auch abends gut verträglich.

Rezept: Hafer-Pandan-Pancakes mit Banane und Schokoladentröpfchen 

Zutaten 4 Portionen 

  • 70 g zarte Haferflocken
  • 1,5 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 2 reife Bananen (ca. 150 g)
  • 2 Eier (Gr. M)
  • 150 g Skyr
  • 2 TL Pandan-Extrakt
  • Öl für die Pfanne (z.B. Kokosöl)
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 EL Backkakao
  • 3 EL Agavendicksaft

Zubereitung Pancake-Teig

  1. Haferflocken zu Mehl verarbeiten und mit Backpulver und Zimt vermischen
  2. Bananen schälen, in Scheiben schneiden und circa ein Viertel der Bananenscheiben beiseitestellen
  3. Rest in einer Rührschüssel mit einer Gabel zerdrücken
  4. Eier nacheinander unterrühren
  5. Haferflocken-Mix und Schmand abwechselnd unterrühren, bis ein glatter Teig entsteht
  6. Pandan-Extrakt unterheben
  7. Etwas Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen
  8. Pro Pancake ein bis zwei Esslöffel Teig in die Pfanne geben, bei mittlerer Hitze unter Wenden mindestens zwei bis drei Minuten backen 

Zubereitung Schokoladentröpfchen

  1. Kokosöl in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen
  2. Backkakao und Agavendicksaft einrühren, bis eine cremige Soße entsteht
  3. Pancakes mit restlichen Bananen und Schokosoße anrichten

Guten Appetit!

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