Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Muskelzucken

Junge Frau Anfang 20 schiebt die Brille hoch und reibt sich die Augen

Zuckende Muskeln – meist ein harmloses Problem

Wer kennt es nicht: nach langer Bildschirmarbeit zuckt das Auge oder kurz vorm Einschlafen geht ein ganzer Ruck durch den Körper. Die nicht unterdrückbaren Muskelkontraktionen empfinden viele als lästig, sind aber meistens harmlos. In manchen Fällen können sie aber auf bestimmte Erkrankungen hinweisen. Welche das sind und welche Ursachen hinter dem Phänomen stecken, lesen Sie im nachfolgenden Artikel. Wir verraten Ihnen auch, ob Sie etwas tun können, um den Zuckungen vorzubeugen.

Wussten Sie schon, dass...

  • Stress und Überanstrengung zu Muskelzuckungen führen können?
  • eine ausgewogene Ernährung dem Phänomen entgegenwirken kann?
  • Muskelzuckungen manchmal auch ein Hinweis auf eine Erkrankung sein können?

Wie entsteht Muskelzucken?

Das plötzliche Zucken von Muskeln tritt oftmals in den Armen, Beinen und im Gesicht auf. Kleine Muskelbündel, die auch Fasziekel genannt werden, spannen sich an und führen zu einem Pulsieren unter der Haut. Der Vorgang wird auch als Faszikulation bezeichnent.

Mineralstoffmangel als Auslöser

Eine ca 60-jährige Frau zieht ihr T-shirt hoch und schaut auf ihren Oberarm

Viele Faktoren können verantwortlich für das Muskelzucken sein. So gelten zum Beispiel Stress, Kälte und Alkohol-, Drogen- oder Koffeinkonsum als Ursache für das temporäre Zucken eines Muskels. Aber auch eine Unterzuckerung oder ein Mineralstoffmangel kann das Symptom verursachen. Typisch hierfür ist ein Mangel an Magnesium, der vermehrt bei Sporttreibenden oder Schwangeren auftritt. 

Warum es während der Einschlafphase zum sogenannten "Einschlafzucken" kommt, ist nicht endgültig erforscht. Vermutet wird, dass das Gehirn beim Umschalten in den Schlafmodus kurzfristig elektrische Impulse an einzelne Muskeln weiterleitet, die dann zucken. 

Hinweis auf Erkrankung

Tritt das Zucken vermehrt auf, kann das ein Hinweis auf eine ernstzunehmende Krankheit sein, die ärztlich abgeklärt werden muss. Auch in Verbindung mit schmerzhaften Krämpfen sollten Sie sich ärztlich beraten lassen, damit eine solche Ursache ausgeschlossen werden kann. Bei Betroffenen der Parkinson-Krankheit wird oftmals ein Muskelzittern im Ruhezustand beobachtet. Aber auch andere neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Epilepsie können dieses Symptom hervorrufen. Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus können zudem für das Zucken der Muskeln sorgen. Die von Mücken übertragene Japanische Enzephalitis kann sich außerdem durch Muskelzucken bemerkbar machen. Sollten Sie eine Reise in den asiatischen Bereich planen, empfiehlt sich eine Impfung gegen die von Viren hervorgerufene Gehirnkrankheit.


Diese Maßnahmen bringen Linderung 

Treten die unkontrollierbaren Muskelkontraktionen bei Ihnen lediglich vereinzelt auf, können Sie durch gezielte Maßnahmen entgegenwirken: 

  • Stress vermindern:  Versuchen Sie, sich einen Ausgleich zum stressigen Alltag zu schaffen. Tun Sie das, was Ihnen gut tut. Regelmäßige Entspannungsübungen helfen zusätzlich
  • Regelmäßige Bildschirmpausen: Arbeitsmediziner empfehlen, nach einer Stunde Bildschirmarbeit eine Pause von 5 bis 10 Minuten einzulegen und sich anderen Tätigkeiten zu widmen. Außerdem helfenÜbungen zur Augenentspannung. Auch genügend Schlaf hilft dabei, um ein Zucken im Augenbereich zu vermeiden.
  • Magnesiumreiche Lebensmittel: Muskelzuckungen lassen sich außerdem durch eine ausgewogene Ernährung mit mineralstoffreichen Lebensmitteln wie Sonnenblumenkernen oder Nüssen reduzieren. Verzichten Sie weitestgehend auf Alkohol und Koffein.
  • Ausreichend Bewegung: körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus und wirkt einer Unterversorgung der Muskeln - und damit auch dem Zucken - entgegen.

Fazit: Nur selten steckt eine ernsthafte Erkrankung hinter dem bekannten Muskelzucken. Oftmals können Sie selbst durch eine gesunde Lebensweise für das Verschwinden des Phänomens sorgen. Sollte sich das Symptom bei Ihnen regelmäßig bemerkbar machen, ist ein Gespräch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin unabdingbar. Nur so können behandlungsbedürftige Krankheiten ausgeschlossen werden.

Gut zu wissen

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