Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Zahnhygiene

Türkisfarbene Zahnpasta wird im Badezimmer auf Zahnbürste aufgetragen.

So wichtig ist die Zahngesundheit

Am 25. September ist der Tag der Zahngesundheit, der uns daran erinnern soll, wie wichtig eine gründliche Zahnpflege für unsere allgemeine Gesundheit ist. Das alltägliche Zähneputzen gehört für die meisten Menschen schon zur Routine. Es finden immer wieder neue, innovative Produkte ihren Weg in die Regale der Märkte. Seien es Zahnbürsten oder Zahnpasta, das Angebot ist überwältigend. Wir klären auf, welche Zahnbürste welche Vor- und Nachteile hat und welche Zahnpasta Ihre Zähne gut pflegt.

Wussten Sie schon, dass…

  • die AOK Sachsen-Anhalt professionelle Zahnreinigungen bezuschusst?
  • die Zahngesundheit einen großen Einfluss auf die allgemeine Gesundheit hat?
  • Zahnpasta ganz einfach selbst herzustellen ist?

Welchen Einfluss hat die Zahngesundheit auf unseren Körper?

Die tägliche Zahnpflege gehört hoffentlich für jeden von uns zum Alltag. Wenn man gelegentlich mal vergisst, sich um seine Zähne zu kümmern, ist das erstmal nicht schlimm. Bei dauerhaft mangelnder Zahnhygiene steigt aber das Gesundheitsrisiko. Schäden an den Zähnen und Bakterien im Mundraum können viele akute und chronische Krankheiten verursachen. Bei fehlender Zahnpflege entwickeln sich dann Zahnbelag und Plaque. Sie produzieren zusätzlich Säure, die den Zahnschmelz angreift. Und dadurch entstehen wiederum Krankheiten wie Karies und chronische Zahnfleischentzündungen, auch Parodontitis genannt. Es kann sogar bis zum Absterben der Zähne und Entzündungen der Zahnwurzeln kommen. Die Zahnwurzeln sind im Kiefer verankert, wodurch dann auch der Kiefer betroffen sein kann. Gerade diese Erkrankungen beeinflussen die allgemeine, körperliche Gesundheit.

Durch geschädigte Zahnwurzeln können Bakterien in die Blutbahn gelangen und Organe und Nerven angreifen. Parodontitis wird mit einem erhöhten Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko in Verbindung gebracht. Und Probleme mit dem Kiefer können zu Rücken- und Kopfschmerzen, Nackenproblemen und Ohrgeräuschen führen. Es gibt also viele Gründe, die dazu motivieren, die Zahnpflege ernst zu nehmen. Tipps für die richtige Zahnpflege haben wir für Sie in diesem Artikel zusammengefasst. Die grundlegenden Dinge, die wir für das Zähneputzen benötigen, Zahnbürste und Zahnpasta, sind in den verschiedensten Variationen auf dem Markt. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Doch worauf sollte man beim Einkauf achten?

Welche Zahnbürste ist die Richtige für mich?

Türkisfarbene elektrische Zahnbürste und drei Wechselköpfe liegen auf Waschtisch.

Die große Frage, die sich Verbraucherinnen und Verbraucher oft stellen, ist: Ist eine elektrische Zahnbürste besser als eine Handzahnbürste?

Die Antwort ist gar nicht so einfach. Denn im Endeffekt erleichtert eine elektrische Zahnbürste mit den vielen Rotationen des Bürstenkopfes zwar das Putzen. Doch im Vergleich mit der Handzahnbürste kommt es vor allem auf die Technik an. Wenn gründlich geputzt wird, steht die Handzahnbürste der Elektrischen in nichts nach. Die Bürste, die tatsächlich effektiver ist als die beiden genannten Arten, ist die Schallzahnbürste. Diese arbeitet mit Schallenergie im Hochfrequenzbereich. Dadurch bewegt sich der Bürstenkopf ungefähr zehnmal schneller als bei der rein elektrischen Zahnbürste und hundertmal schneller als die Handzahnbürste. Allerdings sind Schallzahnbürsten auch teurer als andere Bürstenvarianten.

Zwei nachhaltige Bambuszahnbürsten stehen zusammen mit einer Tube Zahnpasta in einem Zahnputzbecher. Daneben befinden sich ein Stück Seife, eine Kerze und eine kleine Pflanze.

Auch eine nachhaltige Alternative zu den bekannten Plastikzahnbürsten hat in den letzten Jahren ihren Weg in die Drogeriemärkte gefunden: die Holzzahnbürste.

Holzzahnbürsten bestehen oft aus Bambus, einem schnell nachwachsenden Rohstoff, und sind im besten Fall komplett biologisch abbaubar. Sie sind genauso wirksam, wie klassische Plastikzahnbürsten. Was man bei den nachhaltigen Bürsten allerdings beachten sollte, ist dass sie keine Naturborsten haben. Naturborsten sind hohl, und in diesen Hohlräumen können sich Bakterien absetzen. Hygienischer sind Borsten aus Bio-Nylon, was aus Rizinusöl hergestellt wird.

Worauf Sie beim Zahnbürsten-Kauf aber immer achten können, ist das Sie mittelharte bis weiche Bürsten kaufen. Außerdem sollten die Borsten abgerundet sein. So gehen Sie sicher, dass die Zahnbürste schonend zum Zahnfleisch ist und auch die engen Zahnzwischenräume bestmöglich reinigt.

Was muss beim Zahnpasta Kauf beachtet werden?

Wie bei Zahnbürsten, ist das Angebot auch bei Zahnpasta sehr groß. Fast täglich kommen neue Produkte mit neuen Zusatzstoffen auf den Markt.

Einer der Hauptstoffe, der schon seit vielen Jahren Zahnpasta zugesetzt wird, ist Fluorid. Fluorid ist ein natürliches Spurenelement, das auch in unserem Körper vorkommt. Es unterstützt den Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen und beugt Karies vor. Deswegen finden wir es in so vielen Zahncremes. Im Zahnraum bildet es eine Schutzschicht, die sich auf die Zähne legt, in die Kariesbakterien eindringt und deren Stoffwechsel verlangsamt. So produzieren die Bakterien weniger Säure.

Fluorid ist genau genommen eine chemische Verbindung auf Basis des Gases Fluor, welches in purer Form giftig ist. Eine Fluoridvergiftung kann viele Folgen haben. Die Zähne und Knochen, die Fluorid sonst unterstützt, werden bei einer Vergiftung angegriffen und können auf Dauer geschädigt werden. Aus diesem Grund gibt es auch viele Skeptikerinnen und Skeptiker, die Fluorid in der Zahncreme für unnötig halten und gefährlich einstufen. Es ist allerdings wissenschaftlich erwiesen, dass fluoridhaltige Zahnpasta gerade für Erwachsene in Deutschland keine Gefahr darstellt. Unser Trinkwasser und unsere Lebensmittel sind sehr niedrig belastet. Trotzdem wird empfohlen, bei der Zahnpflege nur ein einziges fluoridhaltiges Produkt zu verwenden. Vor allem wenn Sie bereits Fluoridtabletten zahnärztlich verschrieben bekommen, sollten Sie eine Zahncreme ohne Fluorid nutzen. Für Kinder sollte die Dosierung noch niedriger gehalten werden.

Einige Produkte werben auch mit Zink als Zusatzstoff. Für Erwachsene ist Zink in der Zahncreme in Ordnung. Bei längerer Anwendung hilft Zink gegen Plaque, Zahnstein und gegen Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch. Aber auch Zink ist in Überdosierung problematisch, da es das Immun- und Nervensystem schwächen und zur Blutarmut führen kann. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche keine Zahncremes mit Zinkzusatz benutzen. Sie nehmen ihren Bedarf an Zink mit der Nahrung auf.

Kann Zahnpasta die Zähne aufhellen?

Schwarze Zahnpasta wird auf Holzzahnbürste aufgetragen.

Aufhellende Zahnpasta war vor einigen Jahren ein großer Trend. Die Vorstellung, ganz einfach zu Hause weißere Zähne zu bekommen, ist natürlich verlockend. Mittlerweile werden diese Produkte aber eher kritisch gesehen. Die enthaltenen Stoffe und Schmiergelpartikel, die Verfärbungen von den Zähnen entfernen sollen, können die Zahnsubstanz angreifen. Eine neue und nachhaltigere Variante zu diesen aufhellenden Pasten ist die schwarze Zahncreme, die Aktivkohle enthält. Aktivkohle soll Schmutz binden und hat einen Scheuereffekt, der Verfärbungen abträgt. Positiv ist auch, dass Aktivkohle nicht überdosiert werden kann.

Eine nachhaltige Variante zur Tube

Immer mehr Menschen wollen ihr Leben heute nachhaltiger und ökologischer gestalten. Änderungen in der Zahnpflegeroutine können hier ein großer Schritt sein und sind überraschend einfach. Die Holzzahnbürste haben wir bereits besprochen. Doch auch im Bereich der Zahnpasta gibt es mittlerweile viele nachhaltige Produkte. Von Dentaltabs, die vor dem Putzen zerkaut werden, bis zu Zahnpasta im Glas, die keine Chemie enthält. Es ist allerdings gar nicht so schwer, Zahnpasta selbst herzustellen. Für das einfache Basisrezept brauchen Sie nur zwei Dinge: 4 Esslöffel Kokosöl und 2 Esslöffel feines Natronpulver. Das Kokosöl erwärmen Sie kurz im Wasserbad. Sobald es beginnt flüssig zu werden, geben Sie das Natron hinzu und vermischen alles gut. Das Kokosöl wirkt hier antibakteriell und antifungal, das Natron entfernt als Schleifstoff die Zahnbeläge und schafft einen guten pH-Wert im Mund.

Auf einem Holztisch befinden sich: eine nachhaltige Bambuszahnbürste und eine kleine Glasschale mit selbstgemachter, weißer Zahnpasta. Daneben liegen Minzblätter.

Variante 1

  • 10 g Birkenzucker (Xylitol)
  • 5 g Natron
  • 1 EL Bio Kokosöl
  • 1 Tropfen ätherisches Minzöl

Variante 2

  • 2 EL ultrafeine Heilerde
  • 1 TL Birkenzucker
  • 2,5 TL starker Kräutertee
  • 0,5 TL Natron
  • 1–2 Tropfen ätherisches Minzöl

Die zusätzlichen Inhaltsstoffe in den beiden Varianten des Grundrezeptes erhöhen die Wirksamkeit der Zahnpasta. Die Heilerde entgiftet und reinigt, der Birkenzucker wirkt karieshemmend. Pfefferminze erfrischt den Mund und wirkt entzündungshemmend. Der Kräutersud unterstützt die Mundflora.

Leistungen der AOK Sachsen-Anhalt rund um die Zahnpflege

Die AOK Sachsen-Anhalt unterstützt Sie dabei, Ihre Zähne möglichst lange gesund zu halten. Eine professionelle Zahnreinigung von der Zahnärztin oder vom Zahnarzt ist eine sinnvolle Ergänzung zur täglichen Zahnpflege. Die AOK Sachsen-Anhalt bezuschusst Ihnen diese Behandlung zweimal jährlich mit bis zu 40 Euro pro Behandlung. Wir bezuschussen außerdem die Glattflächenversiegelung für junge Menschen bis 18, die eine Zahnspange tragen. Die Leistung wird vor Beginn der kieferorthopädischen Zahnkorrektur erstattet und nach dem Entfernen der Brackets nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung.

Und auch wenn Sie einen Zahnersatz benötigen, unterstützt Sie die AOK Sachsen-Anhalt dabei.

 

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