Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Zimt 

Vater sitzt mit circa 3-jähriger Tochter am Küchentisch. Sie essen Porridge mit frischem Zimt.

Mehr als ein Weihnachtsgewürz

Das unverwechselbare Zimtaroma ist eng verbunden mit der Weihnachtszeit und erlebt besonders in dieser Jahreszeit Hochsaison. Zimt gehört zu den ältesten Gewürzen und wird je nach Sorte aus der Rinde von verschiedenen Zimtbäumen gewonnen. Zimtplantagen gibt es in China, Sri Lanka, auf den Seychellen und in Indonesien. In unseren Breitengraden ist er vor allem gemahlen oder als Zimtstange erhältlich. Er hat im Allgemeinen den Ruf gesund zu sein, dennoch gerät er wegen seines Inhaltsstoffes Cumarin gelegentlich negativ in die Schlagzeilen. Was es damit auf sich hat und wie Zimt auf den Körper wirkt, lesen Sie im Artikel. 

Wussten Sie schon, dass...

  • Zimt sich positiv auf den Magen-Darm-Trakt auswirkt?
  • die AOK Sachsen-Anhalt einen Zuschuss für zwei Gesundheitskurse pro Jahr zahlt?
  • viele wertvolle Antioxidantien im Zimt enthalten sind?

Zimt ist gesund, oder?

Zimt vereint gleich mehrere Eigenschaften, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Ist der Magen ins Ungleichgewicht geraten, kann eine Prise Zimt helfen. Die enthaltenden ätherischen Öle sowie die Gerbstoffe und andere sekundäre Pflanzenstoffe wirken beruhigend. Zimt unterstützt außerdem den Verdauungstrakt. Die im Zimt enthaltenen Stoffe regen den Darmtrakt an, so dass Blähungen und Völlegefühl besänftigt werden. So kann mit Hilfe des Gewürzes besonders schweres Essen besser verdaut werden.

Die Inhaltsstoffe können sich auch positiv auf Diabetes auswirken. Zwar ist die Wirkung bei Diabetespatientinnen und Diabetespatienten nicht abschließend bewiesen, dennoch zeigt sich ein ausgleichender Effekt auf den Blutzuckerspiegel. Zimt ersetzt jedoch in keinem Fall Medikamente. Es ist ratsam, im Arztgespräch über die Dosierung von Zimt zu sprechen. Das Gewürz kann den Blutzucker- und Cholesterinspiegel senken und das unabhängig von einer Diabetes Typ II Erkrankung. Er kann außerdem mit Hilfe der enthaltenen Antioxidantien Körperzellen vor freien Radikalen schützen, die sich nachweislich positiv auf das Immunsystem auswirken.

Übrigens: Es ist nicht nachgewiesen, dass sich kleine Mengen Zimt während der Schwangerschaft wehenfördernd auswirken. Sie können also weiterhin Ihr Frühstückmüsli oder den Milchreis mit etwas Zimt genießen. 

Wirkstoff Cumarin - Zu viel Zimt kann krankmachen

Zimt kann bei falschem und übermäßigem Verzehr durchaus gefährlich für unseren Körper werden. Der Grund dafür ist das enthaltene Cumarin. Der Wirkstoff Cumarin kann Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel auslösen. Eine dauerhafte Überdosierung ist nicht empfehlenswert, da es zu Leberschäden führen kann. 

Zimt ist nicht gleich Zimt, denn je nach Sorte sind unterschiedliche Mengen an Cumarin enthalten.

Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt

Auf dem europäischen Markt werden zwei Zimtsorten angeboten, die sich jedoch in wesentlichen Merkmalen unterscheiden.

  • Ceylon-Zimt

    Die Sorte ist als echter Zimt bekannt. Geerntet wird er von Ceylonbäumen. Der Geschmack ist fein und aromatisch und nicht scharf. Ceylon-Zimt enthält kein oder nur sehr wenig Cumarin.

  • Cassia-Zimt

    Auch bekannt als chinesischer Zimt stammt der Cassia-Zimt von der Zimtkassie, der ebenfalls ein Zimtbaum ist. Der Zimt schmeckt etwas kräftiger und ist weniger süßlich als Ceylon-Zimt. Es ist der weltweit meistverkaufte Zimt, da er günstiger als Ceylon-Zimt ist. Cassia-Zimt enthält hochkonzentriertes Cumarin. 

Wie viel Zimt ist unbedenklich? 

Damit keine gesundheitlichen Schäden auftreten, hat das Bundesamt für Risikobewertung eine klare Obergrenze für den Verzehr von Zimt festgelegt. Ein gesunder Erwachsene sollte nicht mehr als 0,1 Milligramm Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht täglich verzehren. Demnach könnte ein 60 Kilogramm schwerer Mensch ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen täglich zwei Gramm Cassia-Zimt zu sich nehmen.

Kleinkinder mit einem Körpergewicht von 15 Kilogramm können beispielsweise täglich bis zu 30 Gramm Zimtsterne essen. Das entspricht circa 6 kleinen Zimtsternen, 100 Gramm Lebkuchen oder eine Portion Milchreis mit Cassia-Zimt. Erwachsene mit einem Körpergewicht von 60 Kilogramm können etwa 120 Gramm Zimtsterne, circa 24 kleine Zimtsterne, konsumieren.

Wie lassen sich die beiden Zimtsorten unterscheiden? 

Um welchen Zimt es sich handelt, ist nicht leicht ersichtlich, da auf den Verpackungen von fertigen Backwaren oder Süßspeisen die Sorte nicht ausgewiesen werden muss. Im herkömmlichen Zimtpulver ist meist Cassia-Zimt enthalten, da dieser deutlich günstiger ist. 

Zimtstangen sind jedoch einfacher zu unterscheiden. Ceylon-Zimt besteht aus vielen fein gerollten Lagen. Cassia-Zimt hingegen hat eine dicke Rinde und einen Hohlraum in der Mitte. Zudem ist Ceylon-Zimt oft nicht im Supermarkt erhältlich, sondern vorwiegend in Feinkost- oder Asialäden und dort auch deutlich teurer als Cassia-Zimt.

Zimt in Sauce oder Gebäck - Hauptsache lecker!

Wer gern viel Zimt als Gewürz verwendet, sollte vorwiegend auf Ceylon-Zimt zurückgreifen. Ansonsten gilt es, Zimt maßvoll zu genießen. Das aromatische Gewürz findet sowohl in der herzhaften Küche als auch in der Backstube Verwendung. Zimt verleiht Heißgetränken wie Tee, Glühwein oder Kaffee eine würzige Note. Besonders in der Weihnachtszeit schmecken Kuchen und Gebäck mit einer Prise des Gewürzes besonders gut. Zimt ist ein beliebter Bestandteil in der Winterzeit und lässt sich auch gut in Saucen oder Marinaden verwenden.

Zimt richtig lagern

Zimt sollte in einem fest verschlossenen Glas und weit weg von anderen Gewürzen gelagert werden. Schmeckt Zimt leicht bitter und nicht mehr aromatisch, sollte er entsorgt werden.

Rezeptidee Bananen-Apfel-Zimt-Porridge

Zimt ist nicht nur zur Weihnachtszeit lecker, sondern verleiht das ganze Jahr über verschiedenen Speisen einen tollen Geschmack. Probieren Sie doch einmal unser Rezept aus. Es eignet sich gut als vollwertiges Frühstück oder als gesunder, süßer Snack zwischendurch. 

  • Zutaten 
    • 200 ml Milch
    • eine halbe zerdrückte Banane
    • 50 g Haferflocken
    • einen halben Apfel in Stückchen geschnitten
    • zwei Teelöffel Chiasamen
    • eine Prise Zimtpulver
  • Zubereitung

    Zuerst die Milch in einem Topf erwärmen und anschließend mit der zerdrückten Banane und den Haferflocken verrühren und acht Minuten quellen lassen. Alles in eine Schüssel füllen, die Apfelstücke dazu geben und mit Zimt und Chia bestreuen. Guten Appetit!

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