Metamizol ist ein verschreibungspflichtiges Schmerzmittel und darf nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden. Es wirkt analgetisch (schmerzlindernd), antipyretisch (fiebersenkend) und spasmolytisch (krampflösend), besitzt jedoch keine entzündungshemmende Wirkung.
Zum Einsatz kommt Metamizol vor allem bei starken Schmerzen, insbesondere dann, wenn andere Schmerzmittel nicht geeignet sind, nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden. Die Dosierung kann individuell angepasst werden, da verschiedene Darreichungsformen wie Tropfen oder Filmtabletten zur Verfügung stehen. Üblich sind 500 bis 1.000 mg als Einzeldosis, maximal 4.000 mg pro Tag. Die Einnahme ist unabhängig von den Mahlzeiten möglich.
Besondere Vorsicht ist bei älteren Patienten (über 65 Jahre) sowie bei Leber- oder Nierenerkrankungen geboten. In diesen Fällen kann eine Dosisanpassung erforderlich sein oder das Medikament ist unter Umständen nicht geeignet.
Eine seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung ist die sogenannte Agranulozytose – eine starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen. Frühsymptome können Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen oder schmerzhafte Schleimhautveränderungen im Mund-, Nasen-, Rachen-, Genital- oder Analbereich sein. Diese Beschwerden können jederzeit während der Behandlung oder kurz nach ihrem Ende auftreten. Treten solche Symptome auf, muss die Einnahme sofort beendet und umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.