Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Gesundheitsdaten für Forschungszwecke

Eine Frau lehnt an ihrem Sofa und schaut lächelnd auf ihr Smartphone.

Wie Forschung die Gesundheitsversorgung verbessert

Warum verläuft eine Krankheit bei manchen Menschen anders als bei anderen? Weshalb wirken bestimmte Medikamente nicht bei allen gleich gut? Und wie lässt sich die medizinische Versorgung weiter verbessern?

Um Antworten auf solche Fragen zu finden, nutzen Forschende Gesundheitsdaten. Sie helfen dabei, Krankheiten besser zu verstehen, Therapien weiterzuentwickeln und die Versorgung von Patienten zu verbessern. Künftig kann dazu auch die elektronische Patientenakte, kurz ePA, beitragen.

Ab Januar 2027 sollen Gesundheitsdaten aus der ePA für gemeinwohlorientierte Forschungszwecke genutzt werden.

Wussten Sie schon, dass...

  • Sie der Nutzung Ihrer Daten für Forschungszwecke widersprechen können?
  • Sie selbst entscheiden, welche Daten in Ihrer ePA gespeichert werden?
  • die Auswertung von Gesundheitsdaten dazu beiträgt, die medizinische Versorgung weiter zu verbessern?

Die ePA als Grundlage für medizinische Forschung

In der elektronischen Patientenakte werden wichtige Gesundheitsinformationen wie Befunde, Arztbriefe oder Medikationsdaten digital gespeichert. Mit diesen Daten als Grundlage können unter anderem medizinische Zusammenhänge besser verstanden, die Qualität der Versorgung weiterentwickelt und neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden.

Dafür werden künftig bestimmte Daten aus der ePA an das Forschungsdatenzentrum Gesundheit, kurz FDZ, übermittelt, sofern Versicherte dem nicht widersprechen. Vor der Bereitstellung für Forschungszwecke werden die Daten pseudonymisiert. Das bedeutet, dass persönliche Angaben wie der Name oder das Geburtsdatum nicht weitergegeben werden.

Die Daten stehen danach jedoch nicht frei zur Verfügung. Für jedes Forschungsvorhaben muss ein Antrag gestellt werden, der nur für gesetzlich geregelte und gemeinwohlorientierte Forschungszwecke genehmigt werden muss.

Eine Verwendung der Gesundheitsdaten für Werbung oder Marketing ist ausgeschlossen. 

Die hohe Akzeptanz für die Nutzung pseudonymisierter ePA-Daten zeigt auch eine aktuelle forsa-Befragung im Auftrag des AOK-Bundesverbandes: 77 Prozent der Befragten in Sachsen-Anhalt bewerten die Nutzung pseudonymisierter ePA-Daten für die Gesundheits- und Versorgungsforschung positiv.

Sie entscheiden selbst über Ihre Datennutzung

Zum Start werden zunächst die Daten aus der elektronischen Medikationsliste bereitgestellt. Darin sind die aktuell verordneten und dokumentierten Arzneimittel einer versicherten Person erfasst. Perspektivisch sollen weitere Inhalte der ePA hinzukommen.

Sie entscheiden dabei jedoch selbst, ob Ihre Daten für die Forschung genutzt werden dürfen. Möchten Sie dies nicht, können Sie der Datenübermittlung widersprechen.

Der Widerspruch ist über die „AOK Mein Leben“-App jederzeit und unkompliziert möglich:

  1. Öffnen
    Öffnen Sie die „AOK Mein Leben“-App und wählen Sie im Menü „Patientenakte Zugriffe“ aus.
  2. Auswählen
    Klicken Sie auf den Abschnitt „Daten für die Forschung“.
  3. Deaktivieren
    Bei „Daten für die Forschung freigeben“ können Sie die Nutzung Ihrer Daten vollständig deaktivieren oder unter „Nutzungszwecke einstellen“ die Nutzung für einzelne Forschungszwecke spezifizieren.

Alternativ können Sie einen Widerspruch auch über die Ombudsstelle der AOK Sachsen-Anhalt erklären. Kontaktieren Sie uns dazu gern per E-Mail an service@san.aok.de oder persönlich in einem unserer Kundencenter. So bleibt die Entscheidung über die Nutzung Ihrer Gesundheitsdaten jederzeit in Ihren Händen.

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