Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Zungenschrittmacher bei obstruktiver Schlafapnoe

Frau mit Schlafapnoe wird beatmet

Erfolgreiche Operation in Halberstadt

Im Ameos Klinikum Halberstadt konnten dieses Jahr erstmals zwei Zungenschrittmacher implantiert werden. Für Patienten mit schwerer obstruktiver Schlafapnoe ist dies eine echte Alternative zur Behandlung mit einer Atemmaske. Der Zungenschrittmacher kommt deshalb vor allem zum Einsatz, wenn die Therapie mit der Atemmaske nicht ausreichend funktioniert oder nicht toleriert wird. Dadurch kann sich der Schlaf nachhaltig verbessern und Patienten erhalten wieder mehr Lebensqualität.

Wie funktioniert ein Zungenschrittmacher?

Bei der obstruktiven Schlafapnoe erschlafft die Muskulatur im Rachenraum. Die Zunge rutscht nach hinten und verengt oder verschließt die Atemwege. Dadurch kommt es zu Atemaussetzern, die den Schlaf erheblich beeinträchtigen. Der Zungenschrittmacher wird unter Vollnarkose im Brustbereich implantiert. Ein Atemsensor erkennt während des Schlafs, wenn die Atmung gestört ist. Daraufhin stimuliert eine Elektrode gezielt den Zungennerv des Patienten und die Zunge bewegt sich nach vorne. So bleiben die oberen Atemwege offen und Atemaussetzer können reduziert werden.

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