Entspannungsverfahren zielen darauf ab, physischen und psychischen Spannungszuständen bei Kindern vorzubeugen bzw. diese zu reduzieren. Sie setzen dabei im Wesentlichen auf der Ebene des palliativ-regenerativen Stressmanagements an. Die zu erlernende Entspannungsreaktion (PMR) stellt den Gegenpol zu den unter Stress auftretenden körperlichen Reaktionen dar. Im Verlauf der Progressiven Muskelrelaxation wird durch regelmäßiges Üben die selbstständige Auslösung der Entspannungsreaktion gefördert und für den alltäglichen Einsatz stabilisiert. Bei PMR-Übungen mit Kindern geht es vor allem darum, die Anleitungen zum Anspannen und Entspannen in eine Geschichte mit aktiver Teilnahme einzubinden. Im Idealfall werden die im Kurs vorgetragenen Entspannungsgeschichten auch zu Hause von den Erziehungsberechtigten wiederholt vorgelesen. Da die PMR ein aktives, körperbezogenes Verfahren darstellt und nicht suggestiv Entspannung „einredet“, ist sie besonders gut für die Anwendung bei Kindern geeignet.