Das Autogene Training wurde von dem Nervenarzt und Psychotherapeut Prof. Dr. Dr. Schultz entwickelt. Er beschäftigte sich intensiv mit Hypnose und setzte sie erfolgreich zur Heilung bei Klient*innen ein. Die Klient*innen berichteten von Schwere- und Wärmeerlebnissen in Armen und Beinen sowie von einem Gefühl der Beruhigung der Atmung und des Herzschlags. Parallel zu diesen körperlichen Empfindungen erlebten sie Entspannung, angenehme Müdigkeit und innere Ausgeglichenheit. Schultz schloss daraus, dass Schwere mit Muskelentspannung und Wärme mit einer Gefäßerweiterung und damit einer guten Durchblutung verbunden ist. Zudem stellte Schultz fest, dass sich die Person selbst durch eine Ganzumschaltung in einen hypnagogen (tranceartigen) Zustand versetzen kann. Auf dieser Grundlage entwickelte er das Autogene Training, das im In- und Ausland von Fachleuten anerkannt ist. Teilnehmende erlernen diese Entspannungstechnik, die sie gezielt im Alltag zur Stressbewältigung einsetzen können.