Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Gesund zu mehr Leistungsfähigkeit

Ein etwa 40 jähriger Mann sitzt am laptop und hat einen grünen Apfel in der Hand

Von Sportlern lernen

Viele Menschen glauben, sie könnten erfolgreicher werden, indem sie härter arbeiten. Und je erfolgreicher sie sind, desto glücklicher werden sie auch. Ein gefährlicher Trugschluss. Anstrengungen gehören zum Berufsleben dazu. Wichtig ist allerdings, dass Überbeanspruchungen über längere Zeiträume vermieden werden. 

Wie verschiedene Prinzipien aus dem Spitzensport helfen, die eigene Leistungsfähigkeit gesundheits- und ressourcenschonnend zu steigern, lesen Sie im Artikel.

Wussten Sie schon, dass…

  • die AOK Sachsen-Anhalt das digitale Gesundheitsprogramm „AOK bewegt“ zur Verfügung stellt?
  • Sie sich jährlich 2 Gesundheitskurse bezuschussen lassen können?
  • die AOK Sachsen-Anhalt die kostenfreie Nutzung der Gesundheitsapp "Stress Guide" ermöglicht?

Eigene Ressourcen kennen und einsetzen

Ein Spitzensportler muss die biologischen Gesetzmäßigkeiten seines Körpers kennen, verstehen und sein Training entsprechend anpassen, um gute Leistungen zu erzielen. Dazu gehört es auch, das Zusammenspiel von Belastung und Erholung zu beherrschen. Das klingt logisch. Beim Blick in die Arbeitswelt, zeigt sich jedoch ein anderes Bild.  Die biologischen und psychologischen Leistungsprinzipien spielen hier häufig keine Rolle.

Wenn wir ehrlich sind, arbeiten wir eher nach einer subjektiven „Nach-Gefühl-Methode“ oder übergeben das Taktungskommando äußeren Rahmenbedingungen. Das gilt insbesondere für sogenannte Kopfarbeiter, also Menschen, die vorwiegend geistig arbeiten. Psychische Erschöpfung ist in der Ära der Kopfarbeit schon länger ein weitverbreitetes Krankheitsbild.

Überlastung mindert Leistung

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Würde ein Spitzenathlet so agieren wie der moderne Kopfarbeiter, würde dessen Leistungsfähigkeit abnehmen.  Das Gefühl des ständigen "Getriebenseins", der Überforderung und Erschöpfung, das der Kopfarbeiter heutzutage immer häufiger verspürt, stellt für den Athleten eine Überlastung dar.

Wer nach den falschen Gesetzmäßigkeiten trainiert, sich selbst zu sehr unter Druck setzt, kein konkretes Ziel vor Augen hat, unzureichend Selbstreflexion betreibt, zu Perfektionismus neigt und sich keine Schwäche eingesteht, begibt sich in die Gefahr, sich zu überfordern und an Leistungsfähigkeit einzubüßen. Das gilt für den Kopfarbeiter und Athleten.

Erfolgsprinzipien des Spitzensports im Berufsleben

Betrachtet man eine gesundheitsfördernde Herangehensweise an Leistung und an die Entwicklung mentaler Stärke, können die Prinzipien eines Spitzenathleten dem Kopfarbeiter wertvolle Impulse liefern.

Dazu zählen:

  • die Grundlagen des Selbst- und Stressmanagement zu kennen,
  • auf seine Mentale Balance zu achten,
  • seine geistige Fitness (Konzentration) zu trainieren,
  • seine unbewussten Motive (Motivation) zu erforschen,
  • sich mit seiner Performance und Gewinnermentalität auseinander zu setzen

Wichtig ist die Bereitschaft, sich immer wieder zu verändern, dazuzulernen und anzupassen.

Was steckt hinter den Leistungsprinzipien eines Spitzensportlers?

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  • Selbstmanagement beschreibt dabei die Fähigkeit, sich selbst zu führen, sich selbst mit seinen Gedanken, Emotionen und Überzeugungen zu verstehen und sich entsprechend als Persönlichkeit zu entwickeln.
  • Stressmanagement meint, zu verstehen, was Stress eigentlich ist, wie konstruktiv mit ihm umgegangen und wie er sogar leistungsförderlich genutzt werden kann. Mehr dazu lernen Sie in unserem Online-Programm.
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  • Entspannung (Mentale Balance) ist der Gegenpol zu Stress. Ein harmonisches Gleichgewicht von Aktivität und Passivität stellt die Basis für Gesundheit dar. Entspannung stellt sich jedoch nicht von selbst ein. Wir müssen aktiv werden, um uns zu entspannen – mit Atemtechniken, Achtsamkeitstrainings oder Gedankenreisen. Empfehlungen und Anleitungen zum Abspannen und „Seele baumeln lassen“ können Sie auch in unserer AOK-Yogaschule bekommen.
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  • Die Regulation von Anspannung ist gerade dann wichtig, wenn wir performen wollen – bei einem Vortrag, einer Prüfung oder einem wichtigen Termin. Wie man in diesen Situationen mit Gelassenheit reagiert, kann man mit mentalen Techniken des Visualisierens und inneren Dialogs erlernen. Ein fester Glaube an die Zielerreichung, sowie das innere Spüren, wie es sich anfühlen wird, wenn die Vorstellung Realität geworden ist, spielen eine maßgebliche Rolle, um im Gehirn die entsprechenden Ressourcen zur tatsächlichen Umsetzung zu aktivieren.
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  • Konzentration: Im Gegensatz zum Sportler, der seine Energie managet, managet der Kopfarbeiter seine Zeit. Würde ein Sportler seine Arbeit bzw. sein Training ähnlich gestalten wie viele Kopfarbeiter in der digitalisierten Arbeitswelt, würde er nicht nur an Leistungsfähigkeit verlieren, sondern auch Motivation, Spielfreude, Leidenschaft und den Erfolg. Die Steuerung der Leistung über Zeitmanagement führt dazu, dass der Kopfarbeiter Leistung als anstrengend empfindet. Der Sportler hingegen, der seine Leistung über Energiemanagement steuert, beschreibt Leistung als Spaß machend. Daher ist es wichtig, dass wir Kopfarbeiter unsere Leistungen am Schreibtisch mehr über Energie als über Zeitmanagement organisieren.
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  • Motivation: Sportler haben normalerweise kein Problem mit der Motivation. Häufig entdecken Sie als Kind bereits ihre Leidenschaft. Im Berufsleben ist das meist anders. Doch seiner echten Motive, Stärken und Talente sollte man sich bewusst sein, um im Job Spaß und Erfolg zu haben.
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  • Gewinnermentalität beinhaltet bestimmte Faktoren, die Sie dazu bringen, Ihr eigenes Potenzial so gut wie möglich auszuschöpfen. Dazu bedarf es eines systematischen Aufbaus von Selbstvertrauen und einer Sichtweise, dass Aufgaben als Herausforderungen verstanden werden. Ebenso wichtig ist ein konstruktiver Umgang mit Fehlern sowie eine nachhaltige Entwicklung von Resilienz. Unsere jederzeit verfügbaren Online-Seminare, helfen Ihnen, vertiefende Kenntnisse zu erlangen.

Fazit: An den Aspekten Selbst- und Stressmanagement, Motivation, Konzentration, mentale Balance, Gewinnermentalität und Performance können Sie als Kopfarbeiter selbst arbeiten. Aber auch Sie als Führungskräfte können Ihr Personal in einigen dieser Aspekte bestärken. Schaffen Sie eine Unternehmenskultur, in der mentale und fachliche Kompetenz als Erfolgsfaktoren gesehen werden, um so leistungsstärker zu werden und zukunftsfähig zu bleiben.

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