Eine junge Familie steht in der Küche und räumt Lebensmittel in den Kühlschrank ein. Die Frau lächelt dabei ihren Mann an und trägt ihr Kind auf dem Arm.
Gesundheitswelt der AOK Sachsen-AnhaltSalmonellen

Ein leckerer Grillabend mit Folgen

In den warmen Sommermonaten genießt man gern einen Grillabend mit Freunden oder Familie. Man sitzt zusammen, trinkt etwas und genießt das Essen. Es gibt Fleisch, Fisch, selbstgemachte Dips und frische Salate. Doch was, wenn die Lebensmittel nicht richtig gekühlt sind? Dann kann es am nächsten Morgen zu Bauchschmerzen und Durchfall kommen, im schlimmsten Fall zu Erbrechen. Ursache dafür sind Salmonellen. Die häufigsten bakteriellen Verursacher von Darmkrankheiten.

Wo die Bakterien lauern

Die meisten Bakterien stecken in tierischen Lebensmitteln und werden durch das Essen auf den Menschen übertragen. Der Darm von Schweinen, Rindern oder Geflügel kann mit Salmonellen besiedelt sein, ohne dass die Tiere erkranken. Beim Schlachten oder Zerlegen können die Erreger an das Fleisch gelangen. Besonders bei rohen Lebensmitteln wie zum Beispiel Carpaccio, Mett oder Teewurst ist Vorsicht geboten. Aber auch bei Fleisch, was auf dem Grill nicht richtig durcherhitzt wird. Außerdem können rohe oder nicht durchgegarte Eier zum Beispiel in Cremes, Konditoreiwaren, Mayonnaisen oder Speiseeis ebenfalls die Erreger beinhalten. Weniger bekannt ist, dass auch pflanzliche Lebensmittel mit Salmonellen verunreinigt sein können, wie eine aufgeschnittene, ungekühlte Melone, nicht erhitzte Sprossen oder abgepackter Salat.

Die Zahl der Erkrankungen ist rückläufig

Eine Frau kauft an einem Fischstand frischen Fisch bei einer Verkäuferin.


In den letzten Jahren ist die Zahl der Salmonelleninfektionen deutlich zurück gegangen. Sind im Jahr2001 noch mehr als 75.000 Menschen erkrankt, waren es im Jahr 2019 nur noch knapp 13.700 laut Robert Koch-Institut. Das liegt unter anderem daran, dass eine Impfung gegen Salmonellen für Zuchtgeflügel eingeführt wurde, sowie europaweite Programme zur Überwachung und Bekämpfung von Salmonellen bei Legehennen.

Hat es Sie doch getroffen

Haben Sie sich mit Salmonellen angesteckt und leiden an den bekannten Symptomen wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber, ist es wichtig den Flüssigkeits- und Mineralverlust auszugleichen. Besonders bei kleinen Kindern, Schwangeren, Älteren oder Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr, ist es wichtig eine Austrocknung zu verhindern. Daher ist es wichtig viel Wasser und Tee zu trinken, zusätzlich kann eine Glukose-Elektrolytlösung aus der Apotheke helfen. Beim Essen sollte man auf leicht verdauliche, ausreichend gesalzene Schonkost achten und anschließend langsam wieder mit der normalen Ernährung beginnen. Nach einigen Tagen ist die Infektion abgeklungen.
Eher selten kommt es zu schweren Verläufe der Infektion, bei der sich der Flüssigkeitsverlust zu Kreislaufkollaps oder Nierenversagen führen oder sich eine Blutvergiftung entwickeln kann. 

Der Verdacht oder die Erkrankung selbst durch Salmonellen ist meldepflichtig bei den Behörden, damit auch andere vor einer Infektion geschützt werden können.

Die richtige Hygiene und Erhitzung - Kühlung ist das A und O

Damit erst gar keine Bakterien in den Körper gelangen können, ist es wichtig vor und nach der Zubereitung von rohen Tierprodukten sich die Hände gründlich mit Wasser und Seife zu waschen. Auch nach jedem Toilettengang, vor dem Essen und nach Kontakt mit Tieren ist ebenfalls Händewaschen Pflicht. Vor allem in Auftauwasser von Fleisch sind viele Erreger enthalten, dies sollte sofort entsorgt und alle Gegenstände und Arbeitsflächen heiß abgewaschen werden.
Im Alltag gilt eingekaufte Lebensmittel wir Fleisch- und Wurstwaren, Geflügel, Eier, Mayonnaise, Salate oder Speiseeis umgehend in den Kühlschrank zu lagern.
Fleisch sollte an allen Stellen durchgegart werden. Nur wenn man die Lebensmittel für mindestens zehn Minuten bei über 70 Grad erhitzt, kann man Salmonellen abtöten. Diese Temperatur muss auch im Innern der der Speise erreicht werden. Ein Thermometer kann dabei helfen, die Temperatur zu überprüfen.

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