Ein etwa 60-jähriges Paar sitzt im Wohnzimmer auf zwei Sportmatten und macht lächelnd Yoga-Übungen.
Gesundheitswelt der AOK Sachsen-AnhaltMit Entspannung zum Wohlbefinden

Früher war es für den Menschen überlebenswichtig, dass sich sein Körper auf eine drohende Gefahr vorbereitet. Puls und Blutdruck steigen, die Sinne werden geschärft, die Atmung beschleunigt und Muskeln spannen sich an. Der Körper schüttet Stresshormone aus und stellt so innerhalb kürzester Zeit zusätzliche Energie zur Verfügung, mit der blitzschnell reagiert werden kann. Da in heutigen Stresssituationen jedoch sehr selten mit Kampf oder Flucht reagiert werden muss, hat unser Körper kein Ventil mehr, um den inneren Druck abzubauen. Es besteht also die Gefahr, in einen dauerhaften Alarmzustand zu geraten.

Damit dies nicht geschieht, erklären wir Ihnen, welche Arten von Stress wir unterscheiden, wie sie sich auf unseren Körper auswirken und wie Sie mit regelmäßiger Entspannung abschalten und dem Stress somit entgegenwirken können.

Wussten Sie schon, dass…

Stress ist nicht gleich Stress

Es werden zwei Arten von Stress unterschieden: der positive Stress (Eustress) und der negative Stress (Distress). Psychologen gehen davon aus, dass uns die Ausschüttung von Stresshormonen bis zu einer gewissen Grenze leistungsfähiger macht. Dies ist zum Beispiel bei einem Sportler vor einem Wettkampf der Fall. Auch Glücksgefühle vor einem wichtigen Ereignis wie Hochzeit oder Geburt werden als positiv wahrgenommen. Die Situation fordert uns heraus, wir wissen jedoch, wie wir sie bewältigen können.

Anders ist es in Situationen, die man als negativ empfindet. Hier fühlt man sich oft hilflos und Energiereserven sind schnell verbraucht, wodurch unsere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit gehemmt wird. Anforderungen können meist nicht zur eigenen Zufriedenheit erfüllt werden und Erschöpfungssymptome treten auf. Distress kann beispielsweise aufgrund der Dauererreichbarkeit durch Smartphones entstehen.

Dauerstress ist ungesund

Zwei etwa 25 jährige Männer sitzen auf einem Sofa und unterhalten sich angeregt.

Handelt es sich nicht um kurzfristige Anspannungsphasen, sondern kehren diese vermehrt wieder oder existieren dauerhaft, reagiert der Körper mit Erschöpfung. Gereiztheit, Albträume, Schlafstörungen, Magen-Darmprobleme und Bluthochdruck können die Folgen sein. Langfristig kann dies zu ernsthaften organischen Erkrankungen und Burnout führen. Auch das Immunsystem wird durch Dauerstress geschwächt und Herzerkrankungen, Lungenleiden und Rückenschmerzen werden begünstigt.

Finden Sie Ihre Entspannungsmethode

Eine etwa 30 jährige Frau liegt auf dem Boden im Wohnzimmer und liest in einem Buch.

Ob Stressfaktoren als positiv oder negativ aufgefasst werden, ist individuell sehr unterschiedlich, da manche Personen von Natur aus belastbarer sind als andere. Trotzdem besteht für jeden die Möglichkeit, Distress vorzubeugen und gelassener mit Stresssituationen umzugehen.

Oftmals reicht es schon, während kurzer Pausen im Alltag oder im Beruf abzuschalten, um die Energiereserven wieder aufzutanken. Auch Bewegung, Musik hören, Lesen oder Gespräche mit Freunden können helfen, sich zu entspannen. Probieren Sie doch mal eine der folgenden Entspannungstechniken aus.

  • Autogenes Training

    Das autogene Training stellt eine Form der Selbsthypnose dar, die ein Umschalten der körperlichen Funktionen, wie Durchblutung, Pulsschlag und Atmung, in einen Ruhezustand zur Folge hat. Wir gelangen direkt über gedankliche Konzentration zur Ruhe.

  • Progressive Muskelentspannung

    Eine Muskelgruppe kann sehr effektiv entspannt werden, wenn wir sie vorher willkürlich anspannen. Bei der progressiven Muskelentspannung machen wir uns den Effekt zunutze, dass die Entspannung von Muskelgruppe zu Muskelgruppe übertragen wird, worauf weitere Entspannungsprozesse im gesamten Körper folgen.

  • Yoga

    Nach einer beginnenden Meditation folgen Atemübungen, Aufwärmübungen und die eigentlichen Körper-Stellungen. Beendet wird Yoga mit der Tiefenentspannung. Auf sanfte Art wird so Muskelstärke, Flexibilität und Körperbewusstsein gestärkt.

  • Pilates

    Dieses Trainingskonzept unterscheidet sich von herkömmlichem Muskeltraining, weil vor allem die tiefer liegenden Muskeln trainiert werden. Eine gesunde Körperhaltung wird gefördert und die Tiefenmuskulatur gestärkt.

  • Tai Chi

    Die Übungen sind Meditation, Bewegungstherapie und Selbstverteidigung in einem. Sie bringen Körper und Geist wieder in Einklang.

  • Shiatsu

    Hierbei werden Akupunkturpunkte durch Druck mit dem Finger angeregt. Der Energiefluss in den Energiebahnen des Körpers soll so wiederhergestellt werden.

Eine etwa 25 jähriger Frau un ein etwa 25 jähriger Mann sitzen in einem Wohnzimmer auf Yogamatten. Die Frau bindet ihren Sportschuh und der Mann dehnt seine Beine. Beide lächeln sich an und sind verschwitzt.

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